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| 02:40 Uhr

Lokalmatador Marcel Möbus freut sich auf sein letztes Rennen

Forst. Auf der Radrennbahn in seiner Heimatstadt Forst hat alles begonnen. 1995 fuhr Marcel Möbus hier sein erstes Steher-Rennen hinter den knatternden Motorrädern. Frank Noack

Und in Forst wird die Karriere des 36-Jährigen jetzt auch ausklingen. An diesem Sonntag geht der Lokalmatador beim Großen Herbstpreis (14 Uhr) zum letzten Mal an den Start. "Auf das Forster Publikum war immer Verlass, auch an schweren Tagen. Ich möchte Danke sagen für eine tolle Zeit mit einem super Publikum", erklärt der Lokalmatador.

Marcel Möbus hofft auf eine möglichst große Kulisse bei seinem Abschieds rennen. "Ich werde sicher die eine oder andere Träne wegdrücken", prophezeit der in Forst geborene Radsportler.

Möbus wird gemeinsam mit seinem langjährigen Schrittmacher Helmut Baur die letzten Runden seiner Karriere drehen und hofft - trotz des Schlüsselbeinbruchs im Sommer sowie der daraus resultierenden Trainingspause - auf eine vordere Platzierung. Allerdings ist die Konkurrenz gewohnt namhaft in Forst. Angeführt wird das Feld der acht Starter vom dreifachen Europameister Giuseppe Atzeni aus der Schweiz, der am vergangenen Samstag das Rennen in Gera für sich entscheiden konnte. Auch Marcel Barth (Gera) ist zurzeit in guter Form und gewann einen Tag zuvor in Erfurt. Mit dem zweifachen Olympiasieger Robert Bartko ist ein weiterer sehr namhafter Fahrer am Start, auch wenn der Potsdamer noch relativ neu im Steher-Sport ist. Jan Shimek kommt als Titelträger Tschechiens in die Lausitz. "Wir wollen ein würdiges Abschiedsrennen für Marcel Möbus. Deshalb haben wir erneut ein starkes Feld verpflichtet", betont Frank Schneider vom PSV Forst, der am Sonntag in bewährter Manier wieder als Stadionsprecher fungieren wird und die Zuschauer zu Beifallsstürmen animieren will.

Im Mittelpunkt soll dabei natürlich der Abschied des Lokalmatadors stehen. Vor zwei Jahren feierte Möbus mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft den größten Erfolg seiner Laufbahn. Ebenfalls 2010 wurde er Vierter bei der Europameisterschaft.

Für das letzte Rennen, noch dazu auf seiner Heimbahn in Forst, hat sich der Lokalmatador in den zurückliegenden Wochen im Training noch einmal richtig gequält. "Nach dem Sturz im Sommer und dem Schlüsselbeinbruch war es nicht einfach. Aber inzwischen kommt die Form zurück", ist Möbus sehr optimistisch.