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Linden rund um Lindenplatz gepflanzt

Ronny Werschnitzky vermisst den fast fertigen Lindenplatz.
Ronny Werschnitzky vermisst den fast fertigen Lindenplatz. FOTO: kkz
Forst. Seit der vergangenen Woche stehen wieder Linden rund um den Lindenplatz in Forst. Der Platz selbst ist auch fast fertig. kkz

Borde und Asphaltfläche sind gebaut, Fahrradständer und Bank aufgestellt. Ronny Werschnitzky vom gleichnamigen Forster Vermessungsbüro war am Montag mit der Bestandsschlussvermessung befasst. Im Moment fehlt noch der neue Mittelpunkt. Ein Berg Pflastersteine markiert die Stelle, wo der zwölf Meter hohe Lichtmast aufgestellt wird. Mit dieser Gestaltung greift man ein historisches Motiv auf. Seit 1874 stand auf dem Lindenplatz ein Denkmal zur Erinnerung an den deutsch-französischen Krieg. Das Fundament für diese schwere Eisensäule legte der Cottbuser Archäologe Jens Lipsdorf bei archäologischen Grabungen im Zuge der Bauarbeiten frei. Aus Felssteinen und Ziegeln war ein exakt 2,2 mal 2,2 Meter großer und sehr waagerechter Sockel gemauert worden. Ungewöhnlich sei die Verwendung von Felssteinen, so Archäologe Lipsdorf. Er vermutet, dass die Steine Reste der mittelalterlichen Randbebauung des Platzes sind. Die Säule selbst war schon in den 20er-Jahren völlig verrostet, ermittelte Stadtarchivar Jan Klußmann in den Akten. Als man in den 30er-Jahren den Platz erneuerte, kam die Figur auf eine viereckige Betonsäule. Über den Verbleib der Skulptur nach dem Krieg ist nichts bekannt.