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Letztes Sommerhoch knackt gleich mehrere Rekorde

Forst. Die Person namens Karl, dem das letzte Sommerhoch des Jahres 2016 galt, kann später berichten, dass es die heißeste Septemberdekade aller Zeiten in der Lausitz war. Dabei wurden gleich mehrere Rekorde geknackt: der höchste Einzelwert mit 33,1 Grad Celsius am 12. Heido Briesemann/hib1

September (bisher am 1. September 2015 mit 32,1 Grad Celsius) und die meisten heißen Tage in einem September. Kamen wir in früheren Jahren über einen Hitzetag nicht hinaus, waren es 2016 derer vier.

Gefreut haben dürfte der heiße Spätsommer die Freibadbetreiber, die spontan die Saison um 14 Tage verlängerten. Auch der Wein konnte ordentlich an Süße zulegen. Trotz hoher Tageswerte ging es nachts mit den Temperaturen bereits mächtig in den Keller. Am Morgen des 22. September hieß es bei minus 0,3 Grad Celsius in Bodennähe erstmals Scheibenkratzen.

Als in der zweiten Monatshälfte der Wind einige Tage auf Nordost drehte, stellten sich "normale" Werte ein, doch die beiden ersten Herbsthochdruckgebiete Matthias und Nikolaus bescherten der Lausitz dann wieder herrliche Spätsommertemperaturen von über 20 Grad Celsius. Insgesamt schien die Sonne 219 Stunden, 35 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. So lag das Monatsmittel bei sehr milden 17,86 Grad Celsius, dabei gab es 15 Sommertage. Letztmalig war der September 2006 ähnlich warm (18,52 Grad Celsius). Niederschlag wurde nur an vier Tagen gemessen. Mit lediglich 8,5 Liter Regen je Quadratmeter war es der trockenste September seit 1959 (zwei Liter).

Eine überlieferte Witterungsprognose übrigens sagt aus: Ein milder Winter ist zu erwarten, wenn der September zu warm war und wenn es dann um das Monatsende herum geregnet hat.