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| 17:35 Uhr

Auf Entdecktungstour
Wassermangel auch im Umwelt- und Lehrgarten

Wasser ist kostbar – auch das erfuhren die Döberner Hortkinder im Umwelt- und Lehrgarten.
Wasser ist kostbar – auch das erfuhren die Döberner Hortkinder im Umwelt- und Lehrgarten. FOTO: Angela Hanschke
Döbern/Eichwege. Eichweger Gärtner setzen vor allem auf Regenwasser. Sind die Vorräte aufgebraucht, wird es eng.

Kinder vom Hort „Villa Kunterbunt“ waren am Mittwoch die ersten Gäste der Saison im Umwelt- und Lehrgarten der Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Strukturfördergesellschaft (BQS) in Döbern. „Innerhalb unserer Kräuterwoche haben wir bereits wildwachsende Wiesenkräuter kennengelernt“, erzählte Hortleiterin Christel Radek. „Dieser Besuch ist deshalb eine hervorragende Ergänzung. Zumal nicht alle Kinder Erfahrungen in einem eigenen Familiengarten sammeln können.“

Seit 24 Jahren besteht die parkähnliche Anlage in der Dubraucker Straße 10. Bereits in der Vergangenheit mussten die Mitarbeiter mit etlichen Witterungsunbilden kämpfen. „Doch in dieser Saison stellt nach der langanhaltenden Kälteperiode die kurz darauf einsetzende Dürre unsere derzeit sechs Mitarbeiter vor besondere Herausforderungen“, sagte Günter Konzack. Er ist technischer und fachlicher Anleiter im Gartenbereich und führte die jungen Gäste durch die Anlage.

Kosten war Tabu bei den Würz-, Tee- und Heilpflanzen; Schnuppern ausdrücklich erwünscht. Neben dem würzigen Thymian waren die jungen Spürnasen von den Minzsorten begeistert, die nach Schokolade, Erdbeere, Grapefruit oder marokkanischem Tee dufteten. Ebenso vom Honigmelonensalbei und dem Ananassalbei im neu angelegten Rundbeet.

Unübersehbar waren einige kahle Stellen innerhalb der Anlage. „Bereits die Aussaat litt unter dem Wassermangel. Ebenso wiederholte Lückenpflanzungen“, bestätigte Günter Konzack. Vor allem trockenheitsresistente und selbstsamende Kräuter und Blumen wie Cosmea, Rote Melde, Ringelblume, Spinnpflanzen und die Studentenblumen sorgen für den gewohnt bunten Anblick. Gewässert wird täglich morgens mittels Gießkanne. Selbst errichtete Wasserauffangbehälter puffern den Wassermangel ab. „5000 Liter Regen fassen diese Behälter.“ Das reicht eine Woche. „Wenn auch dieser Vorrat erschöpft ist, muss rapide gespart werden“, so Konzack.

Diese Gartensaison haben die Mitarbeiter unter das Motto „Göttliche Speis und zaubrischer Trank – ein Streifzug durch den mittelalterlichen Garten“ gestellt. Einen Tag der offenen Tür gibt es  jeweils um 10 Uhr am 1. August, am 22. August, am 19. September und zum Saisonabschluss am 2. Oktober.

(aha)