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| 02:34 Uhr

Leckereien aus der Heimat kosten

An den 22 Ständen der Anbieter aus der Region wurde viel geschaut, gekostet und gefragt. 600 Besucher zählte das Gut Neu Sacro.
An den 22 Ständen der Anbieter aus der Region wurde viel geschaut, gekostet und gefragt. 600 Besucher zählte das Gut Neu Sacro. FOTO: Thoralf Haß
Forst. Wer am Samstag zur Geschmacksmesse auf Gut Neu Sacro wollte, musste zunächst Geduld und später etwas Nervenstärke beweisen. Schon wenige Minuten nach der Eröffnung bildete sich am Einlass zum ehemaligen Kornspeicher eine Warteschlange. Thoralf Haß /

Was im vergangenen Jahr als Testlauf mit zwölf Produzenten einheimischer Waren begann, fand nun mit rund doppelt so vielen Ausstellern aus Spree-Neiße, Cottbus, dem Spreewald und der weiteren Region eine durchaus gelungene Fortsetzung.

Bereits im November 2016 wurden die Einladungen an viele regionale Unternehmen, die sich mit der Herstellung und Vermarktung lokaler Köstlichkeiten beschäftigen, verschickt. 22 Anbieter folgten der Einladung und präsentierten ihre Produkte auf drei Etagen, ohne zu ahnen, welch enorme Resonanz sie damit auslösen. Rund 600 Besucher und damit doppelt so viele wie 2016 kamen.

Bernd Starick, Vorstand der Bauern AG Neißetal, die das Gut Neu Sacro bewirtschaftet, erklärt die Idee der Geschmacksmesse: "Wir wollen mit dieser Veranstaltung den Einheimischen zeigen, was die Region Gutes an kulinarischen Spezialitäten zu bieten hat. Für die Anbieter ist es darüber hinaus eine gute Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen und zu vernetzen." Viele der Aussteller seien bereits im Vorjahr da gewesen. 90 Prozent der damals vorgestellten Produkte sind mittlerweile im Hofladen erhältlich.

Schwerpunktthema in diesem Jahr sind Produkte aus Rindfleisch. Vier tierische Vertreter zum Thema präsentierte das Gut an der Stirnseite des Ausstellungsgebäudes in einem Gehege.

In der Galerie über dem Hofladen herrscht derweil dichtes Gedränge. An jedem Stand lassen sich die Besucher die Köstlichkeiten erklären oder wollen selber testen, wie es schmeckt. Egal, ob Süßes von der Confiserie Felicitas aus Hornow, Eierlikör von der Straußenfarm Rönsch in Tschernitz oder leckere Konfitüren der Marke "Rosenrot & Feengrün" aus Burg/Spreewald - für (fast) jeden Geschmack ist etwas dabei. Auch an den Ständen der Weinhändler und Brauereien dauert es ein Weilchen, ehe man sich durchgekämpft und eine der angebotenen Verkostungsproben ergattert hat.

Zu den am weitesten angereisten Ausstellern gehört die "Christine Berger GmbH & Co. KG" aus Werder. Am Stand dieses auf Sanddorn-Produkte spezialisierten Unternehmens präsentiert Mitarbeiterin Jessica Bohr Säfte und Weine, Fruchtaufstriche und Kosmetik: "2016 hat unser Unternehmen nur Produktproben hierher geschickt. In diesem Jahr wollten wir unsere Produkte den Kunden persönlich vorstellen."

Auch Stephanie Guhl, Pressesprecherin von Pro Agro, dem Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin, ist sprachlos angesichts der Menschentrauben, die sich an ihrem Stand entlangschlängeln. Der Verein pflegt gute Kontakte zum Gut Neu Sacro, hat schon mehrere Veranstaltungen wie die Eröffnung der Brandenburger Landpartie 2016 unterstützt. Auch in diesem Jahr wird Pro Agro als Partner beim Lausitzer Sommerfest sowie beim Guts-Cup dabei sein.

Sylvia Müller, Objektmanagerin des Gutes, hat derweil eiligst weitere Eintrittskarten gedruckt. "Die Besucherzahl des Vorjahres haben wir innerhalb von 30 Minuten verdoppelt! Mit so einem Andrang haben wir allerdings nicht gerechnet." Aus Sicherheitsgründen könnten die Besucher nicht unbegrenzt hineingelassen werden. Ein Grund, warum der Einlass eher schleppend erfolgt, ist das geringe Platzangebot auf den drei Etagen des Kornspeichers, was auch einige Besucher bemängelten.

Im Großen und Ganzen ziehen die Veranstalter ein positives Fazit. Viele Gäste hätten sich bei ihr per Handschlag für die tolle Messe bedankt, verrät Sylvia Müller und gibt schon mal einen Ausblick auf die 3. Geschmacksmesse im nächsten Jahr: "Wir haben bereits ein neues Konzept im Kopf. Dann wird sicherlich auch der Platzmangel keine Rolle mehr spielen." Für die vier Rinder hinter dem Gebäude war an diesem Tag der Platzmangel jedoch kein Thema.