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| 01:32 Uhr

Lebensfreude beim Sorbischen Herbstfest im „Hornoer Krug“

Im Hornoer Krug haben beim traditionellen Herbstfest die „Volkstanzgruppe Schmerlitz“ und die Folkloregruppe Sprjewjan“ aus der Oberlausitz erfreut. Foto: Angela Hanschke
Im Hornoer Krug haben beim traditionellen Herbstfest die „Volkstanzgruppe Schmerlitz“ und die Folkloregruppe Sprjewjan“ aus der Oberlausitz erfreut. Foto: Angela Hanschke FOTO: Angela Hanschke
Forst. Als Fest der Lebensfreude hat sich am Samstagabend im Hornoer Krug beim traditionellen Herbstfest der Auftritt der „Volkstanzgruppe Schmerlitz“ und der Folkloregruppe „Sprjewjan“ aus der Oberlausitz erwiesen. Eingeladen hatte die Stiftung für das sorbische Volk und die Domowina-Ortsgruppe aus Horno zu dem Programm, das von Gabriela Beitel zweisprachig sorbisch und deutsch moderiert wurde. Angela Hanschke

Temperamentvolle TänzeDie Gesangskunst der drei Schwestern Bernadet Cyzec, Marhata Cyzec-Korjenkowa und Gabriela Beitel von der Gruppe "Sprjewjan" begeisterte die Zuschauer im Saal ebenso wie temperamentvollen Tänze und das Spiel mit dem Dudelsack und der kleinen sorbischen Hochzeitsgeige. Bewunderung erregten auch die kostbaren und farbenfrohen Trachten. Vor allem um das ewig junge Thema Liebe und die Sagenwelt des wendischen/sorbischen Volkes drehten sich die Lieder, Geschichten und Tänze, die gleichermaßen aus dem niedersorbischen Kulturkreis und der obersorbischen Heimat der Volkskünstler im Städtedreieck Bauten, Kamenz und Wittichenau entstammen. So wurde unter anderem musikalisch die Geschichte vom Bauernmädchen erzählt, das mit einem feschen vorbeikommenden Reiter ein romantisches Schäferstündchen hielt, doch ebenso die Geschichte vom Feuerdrachen, der die Heideregion bedroht. "Es war ein sehr schönes, anrührendes Programm", sagte Angela Naparty aus Horno "das dazu beiträgt, dass auch junge Menschen sich für die Tradition ihrer Vorfahren begeistern und diese am Leben erhalten." Tolle MischungDie Mischung aus nieder- und obersorbischem Repertoire fand Detlef Schimtz aus Heinersbrück besonders gelungen. Viele Gemeinsamkeiten zu den überlieferten Tänzen und Gesängen aus seiner eigenen Heimat hat er während des Programms ausgemacht. Werner Lindner aus Horno wurde während des Abends an einstige Programme beim Zapust in Jänschwalde erinnert. Auch Martin Worak aus Lübben, der durch Bekannte aus Forst-Eulo von dem Herbstkonzert erfuhr, war begeistert. "Meine Erwartungen haben sich voll erfüllt. Beide Gruppen haben künstlerisch überzeugt", war sein Resümee.