Begann der Mai noch recht wolkig, setzte sich bald wieder sonniges und auch trockenes Wetter in der Lausitz durch. Da das Hoch „Paul“ mit seinem Zentrum über der kalten Nordsee lag, stiegen die Höchstwerte tags nicht auf sommerliche Werte, und auch nachts ging es weit hinunter. Eine Ausnahme gab es mit den drei warmen Tage vom 8. bis 10. Mai (27,8 Grad Celsius), doch der Absturz folgte prompt – mit den „Eisheiligen“.

Klein Bademeusel

Waren die Maifröste in den vergangenen Jahren kaum spürbar gewesen, war dieses Jahr zwischen dem Nordseehoch „Quirinius“ und dem Schwedentief „Britta“ der Weg frei für die frostige Polarluft im Mai.

Wetter-Alarm in Forst bei vielen Kleingärtnern

Binnen 24 Stunden fiel das Thermometer um 20 Grad Celsius. Da es in den Folgetagen auch nachts weiter kalt blieb, herrschte bei den Kleingärtnern Alarmstimmung, denn viele Jung- und Kübelpflanzen galt es in Garten und Beet zu schützen.
Auch die 2. Maihälfte kam eher wechselhaft und nur mäßig warm daher, auch, weil sich an der grundsätzlichen Wetterlage mit einer nördlichen Strömung wenig änderte. Neben einem oft böigen Wind gab es meistens einen Sonne-Wolken-Mix.
Die Maibilanz 2020 zählt somit nur einen einzigen Sommertag (10. Mai). Mit einem Monatsmittel von 12,2 Grad Celsius erlebte die Lausitz den kältesten Mai seit 29 Jahren. Schuld waren dabei vor allem die tiefen Nachttemperaturen. Nur in drei Nächten sank das Thermometer nicht unter die 10 Grad-Marke.

Region Forst: Nur halb soviel Regen wie 2019

Zwar war auch der Mai 2019 insgesamt kühl, aber wesentlich feuchter. Regnete es vor 12 Monaten noch 70 Liter auf jeden Quadratmeter, steuerte der Mai 2020 nur 36 Liter bei. Ein Großteil davon fiel zwischen dem 23. und 25. des Monats, aber mehr als eine Füllung der Regentonnen sollte es dann doch nicht sein.
Der Wetterrückblick für die Region Forst Der ungemütliche Wonnemonat Mai

Forst

Nun versprechen verschiedene Klimamodelle schon wieder einen Hitzesommer, doch den Gemüsepflanzen würden vorerst 15 Grad in der Nacht zum Wachstum völlig ausreichen.
Da am 1. Juni meteorologisch der Frühling endete, hier die Daten des Lenz 2020: Er war mit 87 Litern viel zu trocken (minus 40 Prozent), 235 Stunden schien die Sonne (plus 40 Prozent) und betrachtet über alle drei Monate war er durchschnittlich warm.