Durch zehn Fachärzte in sieben Fachgebieten (Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Innere Medizin/Gastroenterologie, HNO, Urologie, Dermatologie und Radiologie) ist es im Spree-Neiße-Vergleich bestens aufgestellt. Es verfügt auch über die einzige Hautarztpraxis zwischen Forst, Guben und Spremberg. Die ist, wie Thomas Pfeifer informiert, stark ausgelastet. "Wir ziehen in Erwägung, ein größeres Angebot zu schaffen, weil der Bedarf da ist", so Pfeifer.

Eigenständige Medizinische Versorgungszentren, die wie das Lausitz MVZ Forst an ein Krankenhaus angegliedert sind, werden in Zeiten des Ärztemangels zunehmend unverzichtbar bei der Sicherung der ambulanten medizinischen Versorgung, ohne niedergelassenen Ärzten Konkurrenz zu machen. In der Medizinischen Einrichtungsgesellschaft Guben am Naemi-Wilke-Stift teilen sich elf Ärzte sieben Zulassungen. Zwei Praxen für Chirurgie, zwei Hausarztpraxen, eine HNO- und eine Augenarztpraxis sowie eine Praxis für Orthopädie mit Zweigstelle in Forst stehen Patienten offen. Neu ist eine Praxis für Gefäßchirurgie. Damit hat die MEG eine Alleinstellung in Spree-Neiße. Am Spremberger Krankenhaus gibt es seit 2014 ein Medizinisches Versorgungszentrum. Hier praktizieren eine Kinderärztin, eine Allgemeinmedizinerin/Internistin, ein Arzt für Nervenheilkunde und eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, die auch in der Zweigstelle des Spremberger MVZ in Guben tätig ist.

Der Potsdamer Klinik-Konzern Ernst von Bergmann hatte im April 2014 mit dem Krankenhaus Forst auch das dortige MVZ übernommen. Die Potsdamer halten 51 Prozent der Anteile an der Lausitz Klinik. Das Lausitz MVZ Forst ist 100-prozentige Tochtergesellschaft der Lausitz Klinik.