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| 02:55 Uhr

Lausitz-Klinik stärkt Geburtshilfe

Das Forster Krankenhaus will als Lausitz-Klinikum künftig sein Profil schärfen.
Das Forster Krankenhaus will als Lausitz-Klinikum künftig sein Profil schärfen. FOTO: jas
Forst. Ein modernes Haus mit Geburtshilfe, hoch spezialisierten medizinischen Angeboten und eine klare Marketing-Strategie, bei der die Geburtshilfe eine wichtige Rolle spielt – das umreißt die Ausrichtung des Lausitz-Klinkums-Forst für die Zukunft. Die Geschäftsführung des Potsdamer Anteilseigners hat sein Konzept vorgestellt. Jürgen Scholz

"Ein Krankenhaus, das einen guten Namen haben will, braucht eine stabile Geburtshilfe", sagt Steffen Grebner, Geschäftsführer des Klinikums Ernst von Bergmann. Gerade hat das Potsdamer Krankenhaus Anteile des Krankenhauses Forst gekauft. Jetzt hat sich die Krankenhaus-Spitze bei einer öffentlichen Veranstaltung der Linken präsentiert und Konzepte und Entwicklungsmöglichkeiten für das künftige "Klinikum Lausitz" in Forst vorgestellt. Die in der Vergangenheit immer wieder infrage gestellte Geburtshilfe rückt Steffen Grebner mehrfach in den Fokus. Denn für ihn ist sie ein auch ein Stück Marketing für ein Krankenhaus. Baby-Galerien seien gerade im Internet häufig besuchte Seiten. Deshalb soll in diesem Bereich der Auftritt des Lausitz-Klinikums Forst verbessert werden.

Grebner spricht von Visionen. Das einst im Jahr 1756 gegründete Potsdamer Pestkrankenhaus sieht er heute auf dem Weg zu einem Gesundheitspark mit einem ganzheitlichen Konzept, bei dem auch Reha-, Sport und Sozialangebote wie eine Kita für Mitarbeiter eine Rolle spielen. Das Konzept soll laut Geschäftsführung auf Forst übertragen werden.

Vor allem aber soll das Profil des Forster Krankenhauses geschärft werden.

Plastische Chirurgie: Hier geht es nicht, wie Grebner betont, um Schönheitschirurgie. Sondern um Wiederherstellung etwa nach Unfällen oder auch Dekubitus-Schäden (Wundliegegeschwür). "Das ist sehr speziell", schätzt Steffen Grebner ein und sieht in solchen Angeboten "Dinge, die es so in Cottbus vielleicht gar nicht gibt".

Wundzentrum: Auch das soll in Forst ein Schwerpunkt sein. Dabei geht es um die Behandlung chronischer oder schlecht heilender Wunden.

Beckenbodenzentrum: Hier wird laut Grebner mit bestehenden Fachkräften offenbar schon an einem Konzept gearbeitet. Es geht um die Behandlung eines sehr häufigen Problems - gerade beim Altern: Inkontinenz.

Radiologie: Steffen Grebner berichtet über Gespräche mit dem erkrankten Radiologen Dr. Uwe Spalteholz. Künftig soll alles wieder so wie gewohnt angeboten werden. Zunächst ist der Aufbau einer Teleradiologie geplant, mit der auf Kompetenz in Potsdam zurückgegriffen werden kann.

Kindermedizin: Auch in diesem Bereich gebe es Bewegung, so Steffen Grebner. "Es muss nicht alles aus Potsdam kommen", erklärt er und erwähnt Cottbus im Zusammenhang mit der kinderärztlichen Versorgung.

Andererseits sieht sich die Geschäftsführung offenbar ganz klar in Konkurrenz mit den umliegenden Krankenhäusern der Region. "Wir müssen erste Wahl sein, wenn es um den Bereich Geriatrie in der Lausitz geht", sagt Steffen Grebner. Das soll auch mit Qualitätsprüfungen gezeigt werden.

Die Geschäftsführerin des Forster Krankenhauses, Dagmar Klinke, ist bereits jetzt "überzeugt, dass das Forster Krankenhaus mit dem neuen Partner lange Zeit in sicheren Händen ist".