Doch bis auf einen Unfall in der Nähe von Gablenz gestern gegen halb zehn am Vormittag wurden der Polizei in der Region Forst keine Unfälle gemeldet, die mit der Witterung in Zusammenhang zu bringen waren.
Problemlos lief nach Aussagen von Gerhard Jensch, Chef des Neißeverkehr in Forst, der Berufsverkehr. Verspätungen hätten sich im Minimalbereich gehalten. Sicher sei dies auch dem Ferienbeginn zu verdanken. „Schwierig wird es nur, wenn unsere Busse hinter Pkw herfahren müssen“ , so Jensch. Das sei aber kein Vorwurf an die vorsichtigen Autofahrer.
Bis Mitternacht waren am Sonntag die insgesamt fünf eigenen Fahrzeuge im Auftrag des Landesbetriebes Straßenwesen (früher Brandenburgisches Straßenbauamt) sowie die zwei Autos von vertraglich gebundenen Firmen im Einsatz. Die Frühschicht fing am Montag um drei Uhr an, sagte Straßenmeister Hartwig Noack auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Bis in den frühen Vormittag drehten die Mitarbeiter mit den Fahrzeugen ihre Runden. „Ein ganz normaler Einsatz“ , resümierte Noack. Im Vergleich zu den Vorjahren haben die sechs Mitarbeiter pro Schicht 24 Kilometer Straße mehr zu betreuen: das neue Teilstück der Oder-Lausitz-Trasse und die Ortsumfahrung Guben sind ohne zusätzlichen Einsatz von Personal und Technik zu bewältigen. Auf den 250 Kilometer Straßen wurden in der ersten Winternacht des Jahres 30 Tonnen Salz gestreut, um Fahrbahnen abzustumpfen.
Im Bereich der Stadt Forst wird Schnee geschoben und auf den beräumten Flächen Sand gestreut. „Salz wird nur an besonders glatten Stellen eingesetzt“ , erklärt Straßenmeister Roland Obst. Aus Erfahrung weiß er, dass vor allem die Treppen am Berliner Platz zu den ersten Bereichen gehören, wo bei Wechselwetter Salz eingesetzt werden muss. „Wenn es abwechselnd taut und friert, wird es richtig schwierig“ , sagt Obst. Problematisch sei es auch an Kreuzungen oder Einmündungen, an denen der Matsch von den Schiebeschildern an der Räumfahrzeugen nur auf der Fahrbahn verteilt und von den nachfolgenden Fahrzeugen erneut zu Rinnen gefahren wird. „Da wird es dann mit Sicherheit in den nächsten Tagen morgens sehr glatt.“ Auf den Straßen der Stadt Forst waren die ersten Räumfahrzeuge gestern nachts um drei unterwegs. Im Stadtgebiet sei es für die Räumfahrzeuge in den Wohngebieten schwierig, parkende Autos zu umfahren, das sei „stressig für die Fahrer“ , so der Forster Straßenmeister. Auf den Radwegen und Gehwegen hatten die Räum- und Streufahrzeuge überwiegend freie Bahn. Gegen Mittag war auf den Abschnitten, für welche die Stadt verantwortlich ist, die zweite Tour abgeschlossen.

Service Eisbahn in Aussicht
 Eine länger anhaltende Frostperiode nannte gestern Schulamtsleiter Andreas Kaiser als Voraussetzung dafür, dass die Stadt auf dem Kleinsportfeld am Freibad eine Spritzeisbahn anlegen lässt. Wie Kaiser auf RUNDSCHAU-Nachfrage sagte, müsse dann nur noch geklärt werden, wer die Arbeit erledigt. Im vergangenen Jahr hatten die Hausmeister der Grundschulen Keune und Noßdorf gemeinsam mit Schwimmmeister Lutz Berbig die Bahn angelegt. Das Wasser war aus den benachbarten Schwimmbecken auf das Feld geleitet worden. Die Becken bleiben im Winter gefüllt, damit sie vom Grundwasser nicht hochgedrückt werden.