ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:57 Uhr

Forst
Diese Hunde gehorchen aufs Wort

Patricia Schönefeld vom Hundesportverein Cottbus Stadt trainiert für die Landesmeisterschaft mit Uppsala Apps von der Steinteichmühle. Helfer im Versteck ist Timo Wetters.
Patricia Schönefeld vom Hundesportverein Cottbus Stadt trainiert für die Landesmeisterschaft mit Uppsala Apps von der Steinteichmühle. Helfer im Versteck ist Timo Wetters. FOTO: Hundesportverein Forst
Forst. In Forst findet am 28. und 29. April die Landesmeisterschaft im Gebrauchshundesport statt. Von Katrin Kunipatz

„Bei Fuß!“ oder „Sitz!“ sind einige der wichtigsten Befehle, die ein Hund beherrschen sollte. Beim Hundesportverein (HSV) Forst erlernen Hundehalter, wie sie ihrem Vierbeiner diese Grundregeln beibringen. Egal, ob der Familienhund ein kleiner Terrier oder ein großer Schäferhund ist. Wichtig sei, die Hundehalter für das richtige Verhalten gegenüber ihrem Hund zu sensibilisieren, erklärt Norbert Schefter. Er ist beim HSV für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. „Hundehaltern können bei uns eine Begleithundeprüfung ablegen“, erklärt Hans Britze, zweiter Vorsitzender. Wichtig ist eine konsequente Erziehung und Unterordnung, damit keine Unfälle passieren und sich die Hunde in der Stadt vernünftig bewegen.

Doch Hunde können viel mehr. Bei der Landesmeisterschaft im Gebrauchshundesport können sich die Zuschauer davon überzeugen. Der Wettbewerb findet am 28. und 29. April in Forst auf dem Hammer-Groeschke-Platz statt. In Absprache mit dem Schutz- und Gebrauchshundesportverband Berlin-Brandenburg wurde der HSV in diesem Jahr zum Ausrichter. Nun ist der ganze Verein gefordert, denn allein kann der Vorstand die Organisation nicht leisten.

Nur zwölf Frauen und Männer mit ihren Hunden sind dabei. „Es sind die absolut besten Hundesportler“, betont Hans Britze. „Sie mussten sich für die Teilnahme qualifizieren.“ Unter ihnen ist auch Vereinsmitglied Frank Müller, der selbst intensiv dreimal in der Woche mit seinem Hund trainiert. Der Schutz- und Gebrauchshundessport umfasst drei Disziplinen. Vereinsvorsitzender Klaus Wilde erläutert den Ablauf des Wettbewerbs. Am Samstag steht die Fährtenarbeit auf dem Programm. Allein durch mit ihrem Geruchssinn müssen die Hunde drei Gegenstände auf einer 600 Schritte langen Route wiederfinden. Für die Zuschauer interessanter dürfte der zweite Wettbewerbstag sein. Auf dem Rasenplatz, den der HSV in Absprache mit dem TV 1861 Forst nutzen darf, geht es um Gehorsam und Schutzdienst. „Auf Kommando muss der Hund Hindernisse überwinden und Gegenstände bringen“, so Wilde. Bekannt von der Bundespolizei ist der Bereich Schutzdienst. Aufgabe des Hundes ist es, einen Scheintäter zu finden und mit Bellen seinen Fund anzuzeigen. Beobachtet werden alle Wettbewerbe von Kampfrichtern. Für jede Disziplin gibt es maximal 100 Punkte.

Diesen Hochleistungssport betreiben aber nur wenige der insgesamt 50 Mitglieder des HSV. „Auf unserem Platz trainieren wir vor allem Gelände- und Hindernislauf mit dem Hund“, sagt Norbert Schefter. Bei diesem Breitensport sind Hund und Halter gleichermaßen gefordert. Wie es funktioniert, können Interessierte Pfingsten erleben. Dann führt der HSV ein kleines Turnier auf seinem Platz in Klein Jamno durch. Eingeladen sind Menschen mit und ohne Hund. „Bevor man sich einen Hund anschafft, sollte man sich überlegen, wofür man den Hund haben möchte“, betont Klaus Wilde. „Jede Rasse hat andere Anforderungen.“

Weitere Details zum Landeswettbewerb: www.hsv-forst.de