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Land gibt grünes Licht

Startschuss: Nach der Genehmigung der Evangelischen Grundschule Groß Kölzig kann der Vorstand nun mit der konkreten Vorbereitung beginnen. Vorsitzender Daniel Böhm (links) und Vorstandsmitglied Michael Förster wollen auch die Spendenakquise jetzt intensivieren.
Startschuss: Nach der Genehmigung der Evangelischen Grundschule Groß Kölzig kann der Vorstand nun mit der konkreten Vorbereitung beginnen. Vorsitzender Daniel Böhm (links) und Vorstandsmitglied Michael Förster wollen auch die Spendenakquise jetzt intensivieren. FOTO: Foto: Jürgen Scholz
Groß Kölzig.. Die Evangelische Grundschule Groß Kölzig kann am 18. August ihren Unterricht aufnehmen. In der vergangenen Woche traf beim Trägerverein die Genehmigung aus dem brandenburgischen Bildungsministerium ein. Die erste Klasse wird nach jetzigem Stand 16 Schüler haben, die vornehmlich aus dem Raum Döbern und Neiße-Malxetal kommen. Von Jürgen Scholz

Damit kann der speziell für den Schulbetrieb gegründete Trägerverein nun die Feinarbeit beginnen. Die wichtigsten Voraussetzungen sind geklärt: Klassen- und Schulleiterin wird Andrea Off sein, die bisher an der Wichernschule unterrichtete. Sport- und Vertretungslehrerin ist Steffi Nagel, Englisch unterrichtet Katrin Daunke-Böhm. Dieser Lehrer-Stamm soll für das erste Jahr, in dem es nur eine Klasse geben wird, ausreichen.
Doch da der Trägerverein in den ersten beiden Jahren ohne Landeszuschuss auskommen muss, beginnt jetzt die intensive Spenden- und Sponsorenarbeit. Immerhin müssen für das erste Schuljahr ein Betrag von etwa 70 000 Euro, für die beiden ersten Schuljahre insgesamt maximal 180 000 Euro an Einnahmen zur Verfügung stehen. Neben dem gestaffelten Schulgeld soll die Finanzierung auch über Spenden gesichert werden. Diese Unterstützung sehen die Vorstandsmitglieder Daniel Böhm und Michael Förster durchaus vorhanden. Da bisher die Genehmigung noch nicht vorlag, konnte man nur mit angezogener Handbremse auf Sponsorensuche unter den Gewerbetreibenden und Unternehmen der Region gehen. Deshalb will der Verein zunächst über ein Darlehen die Finanzierung absichern, bis nach zwei Jahren mit Landeszuweisungen und – eventuell schon früher – mit Unterstützung der Landeskirche und vielleicht des Kirchenkreises zu rechnen ist.
Aber auch in der Umgebung trifft man auf Unterstützung. So hat Klein Kölzig bereits angefragt, ob Schüler beim Dorffest Ende August das Programm mitgestalten könnte. Dort will man auf Eintritt verzichten und stattdessen Spenden für die Schule sammeln.

Schritt für Schritt Sanierung
Die soll Schritt für Schritt auf Vordermann gebracht werden. Zunächst werden ein Klassenraum und der Flur von einer Malerfirma erneuert, die Entgegenkommen zeigte, so Michael Förster. Ein Unternehmen aus der Region wird die Heizungsanlage zwei Jahre kostenlos warten. Die Gemeinde Neiße-Malxetal hat dem Verein die Schule für die ersten fünf Jahre kostenlos zur Nutzung überlassen, dazu zwei komplette Klassensätze Mobiliar. Auch das Amt stellte nicht mehr benötigte Schulmöbel zur Verfügung.
Bisher haben insbesondere Eltern aus der Stadt Döbern und der Gemeinde Neiße-Malxetal ihre Kindern angemeldet. Dabei spielte die Wohnortnähe und der ab nächstem Schuljahr geltende Elternbeitrag bei der Schülerbeförderung trotz des Schulgeldes offenbar eine große Rolle: Nur bei etwa der Hälfte der Kinder ist mindestens ein Elternteil auch Kirchenmitglied.

Hintergrund Tag der offenen Tür
 Einen Tag vor der Einschulungsfeier, am Freitag, dem 15. August, wird es in der Schule einen Empfang und anschließend ab 18 Uhr einen Tag der offenen Tür geben.
Die Einschulungsfeier am Samstag, dem 16. August, beginnt um 10 Uhr mit einer Andacht in der Kirche, bevor es in die Schule geht.
Ansonsten will die Schule bisherige traditionelle Veranstaltungen (Zampern und anderes) sowie Partenrschaftsverbindungen wie nach Triebel weiter pflegen.