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Herbstanfang
Wie einige Forster die Tag- und Nachtgleiche feiern

Das Erntedank-Mandela zur Tag- und Nachtgleiche.
Das Erntedank-Mandela zur Tag- und Nachtgleiche. FOTO: mjn1
Forst. Seit Freitag ist kalendarisch und astronomisch Herbst. Die Tag- und Nachtgleiche, im Keltischen Mabon, war früher ein wichtiger Zeitpunkt im Jahreslauf der Menschen, nach der Ernte. mjn1

Eine kleine Gruppe in Forst feierte diesen Tag am Freitagabend mit einer kleinen Zeremonie. Eingeladen hatte der Forster Heilpraktiker Thomas Hähnel, der auch die Aktion "Trommeln für den Frieden" an der Langen Brücke in Forst initiiert hat.

Hähnel hatte nun Interessierte also zur Feier der Tag- und Nachtgleiche eingeladen. Wenn vorhanden, sollten schamanische Instrumente, auf jeden Fall aber eine Kerze, Obst, Nüsse, Blumen oder Kräuter für ein gemeinsames Mandala mitgebracht werden, das die eigene Ernte darstellt und verschenkt werden kann. Verbunden wurde der Abend aber auch mit symbolischen Akten.

Nach der Ankunft der neunköpfigen Gruppe wurde ein Brot in kleine Stücke geteilt, und diese wiederum in kleinen Stücken im Garten verteilt. Tieferer Sinn dahinter: Es soll dem Geist des Feuers für seine Wärme gedankt werden, der die Gruppe mit seinem angenehmen Duft mit Hölzern von Robinie, Birke, Pappel, Buche, und Esche und seiner Gleichmäßigkeit am Abend begleitete.

Anschließend wurde das gemeinsame Herbstmandala auf einem großen Holzpodest zusammengestellt. Ein Kreis aus Früchten wie Äpfeln, Pflaumen, Weintrauben sowie Nüssen, Blumen und Blättern kamen zusammen. Die darin befindlichen bunten Kerzen wurden angezündet. Mit Trommeln, Indianerflöte und Klangschale wurde Mutter Natur für die vielen Gaben gedankt.

Die kleinen mitgebrachten Geschenke wurden ausgelost und überreicht. Geerntete Kürbisse, eine mit Natursteinen versehene Kerze, selbst hergestellte Tinktur und Holundersirup sowie ein Wiesenstrauß wurden ausgetauscht. In völliger Dunkelheit, nur zum sanften Klang der Trommel wurde anschließend ein persönliches Bild mit Wachsstiften gemalt. Bei Tee und kleinen Knabbereien aus Nüssen und getrockneten Früchten fand dieser Abend dann ein harmonisches Ende.

Am Wochenende fand eine Fahrt nach Niederschlesien statt. Sie führte zu Orten, denen eine Kraft nachgesagt wird. Dazu gehören laut Hähnel die als "Wasser des Lebens" titulierte Kristallbergquelle in Kraskow, aber auch der Zobtenberg bei Breslau, der als heiliger Berg bezeichnet wird.

Kontakt: Thomas Hähnel, Telefon 0179 549 7658