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| 11:49 Uhr

Forst
Authentische Texte begeistern Fans

Stefan Krähe und Band sorgten mit ihrer Musik für gute Stimmung im Forster Manitu.
Stefan Krähe und Band sorgten mit ihrer Musik für gute Stimmung im Forster Manitu. FOTO: Margit Jahn
Forst. Stefan Krähe ist nach dem Aus der Partyband Six jetzt mit eigener Musik und selbst geschriebenen Texten unterwegs.

„Und darum bin ich hier, denn hier gehör’ ich hin“, lautet die Hymne von „Krähe & Band“. Stefan Krähe und seine Mannen stehen teilweise in neuer Besetzung am Samstagabend auf der Bühne im Forster Manitu. Und alle im Saal  singen diesen Kultsong lautstark und textsicher mit.

„Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere“ – so lautet eine viel zitierte Lebensweisheit. Etwas Gewohntes und Gutes geht zu Ende, aber gleichzeitig ergibt sich dabei die Chance auf etwas Neues. Nach 25 Jahren Musikerfahrung  mit der im ganzen Land bekannten Party- und Coverband „Six“ geht Blondschopf Stefan Krähe, der schon von Weitem auf der Bühne zu erkennen ist, nun eigene Wege.

Er hat diesen Weg eingeschlagen, weil er seine eigenen Texte und Lieder in den Fokus rücken will, wie er an diesem Abend sagte. Und dies ausschließlich. Einige dieser Titel wurden auch schon bei den Six-Konzerten gespielt und sind zu tanzbaren Hymnen geworden.  Deshalb wunderte es nicht, dass das Publikum im Saal jedes Wort von jedem Lied fehlerfrei und aus voller Kehle mitsingen konnte.

Krähe geht sie an, die Themen, um die viele andere Bands einen großen Bogen machen, sagt er. Und damit trifft er genau ins Herz der Fans. Die Inhalte seiner Songs drehen sich um Umweltverschmutzung, Krieg, Massentierhaltung, aber auch Glaube und Religion. „Es ist nichts mehr mit Inhalt. Es tut einfach niemand mehr was“, sagt er auf der Bühne.

Auf der anderen Seite liebe er aber auch das Leben. „Meine Heimat, ich atme sie ein, ich trage sie immer bei mir, es ist schön, hier zu sein.“ Wie passend auch da der Titel „Ich sah Himmel und Hölle, Tränen und Glück“. Alles ist authentisch, die tiefgründigen Texte berühren und bewegen. Mit Freddy Hau an der Gitarre und Norman Gatzke am Bass hat er zwei gute neue Musiker gefunden.

Zwischendurch sagt er, er hätte beim Neustart schon Angst gehabt, kein 90 Minuten langes Konzert mit eigenen Titeln zu schaffen, „aber es ist viel mehr, da müsst ihr jetzt durch“. Kein Problem, genau deshalb sind die Fans ja da und freuen sich über jedes einzelne Lied.

(mjn)