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| 18:50 Uhr

Forst
Bilder gemalt mit Nadel und Faden

In diesem Porträt einer vierteiligen Serie thematisiert Brigitte Kopp die Furcht. Foto: privat
In diesem Porträt einer vierteiligen Serie thematisiert Brigitte Kopp die Furcht. Foto: privat FOTO: Brigitte Kopp
Forst. Künstlerlin Brigitte Kopp zeigt ihre Werke in einer neuen Ausstellung im Forster Textilmuseum. Von Katrin Kunipatz

Eine neue, sehr besondere Ausstellung ist im Januar im Brandenburgischen Textilmuseum in Forst zu sehen. Unter dem Titel „Über Menschen – Bilder gemalt mit Nadel und Faden“ werden Arbeiten der in einem Ort am Rand des Spreewalds lebenden Künstlerin Brigitte Kopp gezeigt.

Ihre Collagen wirken aus der Distanz betrachtet wie colorierte Zeichnungen. Schaut man die Arbeiten aber genauer an, fallen die Besonderheiten auf. Feine Striche, die wirken wie mit Feder oder Bleistift gezogen, sind tatsächlich kunstvoll angeordnete Fäden.

Mit der Hand oder der Nähmaschine bestickt Brigitte Kopp verschiedenfarbige Stoffe und zeichnet so Bilder. „Die reliefartigen Strukturen ihrer ab­strakten Arbeiten erzeugen Oberflächen, die man berühren möchte“, heißt es im Ausstellungsprospekt. Dabei erzählt die Künstlerin mit Nadel und Faden Geschichten und kommentiert auf ihre Art das Weltgeschehen.

Dabei gehe es Brigitte Kopp nicht darum, Botschaften zu verkünden, sondern sie weckt beim Betrachter Emotionen, damit er sich mit dem Werk und dessen Thema näher beschäftigt. Ihre Arbeiten zeigen Angst, Flucht und Vertreibung, aber auch Lachen, Liebe und einen innigen Kuss.

Alle Collagen bestehen aus textilem Material, genäht aus Lagen verschiedener Stoffstücke, bemalt, zerschnitten, ausgestopft oder verhüllt. 2007 begann die gebürtige Berlinerin, Wandobjekte und Skulpturen aus Stoff zu gestalten. Seit 2009 sind ihre Werke in den Ausstellungen renommierter Museen in Europa, Asien und den USA zu sehen. Darüber hinaus erhielt Brigitte Kopp bereits verschiedene Auszeichnungen.

Eröffnet wird die Ausstellung in Forst am Donnerstag, 18. Januar, 19.30 Uhr, im Brandenburgischen Textilmuseum. Danach ist sie zu den Öffnungszeiten des Museums vom 19. Januar bis 13. Mai 2018 zu sehen. Geöffnet hat das Museum in der Sorauer Straße von Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr und von Freitag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Besuche von Gruppen sind auch außerhalb dieser Zeiten möglich. Die Anmeldung dafür erfolgt unter Telefon 03562 97356.