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| 18:50 Uhr

Adventskonzert
Chorgesang begeistert in Forst

Einer der Höhepunkte der Adventsmusik: der Auftritt des Projektchores des 1. Forster Frauenchores.
Einer der Höhepunkte der Adventsmusik: der Auftritt des Projektchores des 1. Forster Frauenchores. FOTO: Angela Hanschke
Forst. Mehr als 400 Besucher füllen die Stadtkirche zum Advents- und Weihnachtsliedersingen. Von Angela Hanschke

Kräftige volltönende Männer- sowie helle Frauen- und Kinderstimmen  haben am zweiten Adventssonntag die Musikfreunde aus Forst und Umgebung in der Forster Stadtkirche Sankt Nikolai beim Advents- und Weihnachtsliedersingen auf das Fest eingestimmt. Die ersten Konzertbesucher begehrten bereits vor 15 Uhr Einlass, um das Einsingen der Chöre und Formationen, aber auch die festtägliche Stille vor dem großen Ansturm zu genießen.

Seit inzwischen 24 Jahren wird am Tag, an dem die zweite Kerze am Adventskranz entzündet wird, auch das große Forster Chorereignis ausgerichtet. Ebenso lange ist es bereits das Gemeinschaftswerk der Stadt und der Evangelischen Kirchengemeinden. Mehr als 400 Besucher begrüßte Pfarrer Christoph Lange. Nicht nur die Kirchenbänke sondern auch Klappsitze und Plätze auf der Empore waren besetzt, als die rund 200 Mitwirkenden gemeinsam mit den Gästen das traditionelle „Alle Jahre wieder“ anstimmten und Angelika Dubrau an der Eule-Orgel alle Register ihres Könnens zog. Wochenlang haben die Sängerinnen und Sänger aus der reichen Forster Chorszene sowie die Instrumentalisten auf diesen Tag hingearbeitet.

„Beim Forster Männergesangverein 1832 (FMGV) beginnen die ersten Vorbereitungen bereits Mitte September. Dann werden neue Lieder einstudiert und alte aufpoliert“, verriet der Vereinsvorsitzende Lothar Lischke. „Weihnachtslieder unter der Zeit – viel Kummer und Herzeleid“, gibt sein Amtskollege Andreas Tischler vom Männergesangverein (MGV) Noßdorf ein altes Sprichwort preis. Dennoch proben auch die 34 aktiven Sänger, darunter Siegfried Noack mit 90 Jahren – am Sonntag der älteste Sangesfreund - bereits seit einem Monat intensiv. Sie eröffneten das Konzert mit dem „Andachtsjodler“, gefolgt von „Ein Stern am Himmel“ und „Mondnacht“. Dirigiert wurde der MGV vom langjährigen Chorleiter Horst Huhle, der an diesem Tage seinen Nachfolger Helmuth  Wiegand vertrat.

Wie in den Vorjahren begeisterte von der Empore herab der Seniorenchor des DRK Forst, am Akkordeon von Chorleiter Manfred Meier begleitet, mit drei weihnachtlichen Weisen. Erstmals beim Konzert dabei: das Trompetenduo Dietmar & Michael“ mit „Der Christbaum ist der schönste Baum“ und „Süßer die Glocken nie klingen“ bevor alle Chöre und Gäste gemeinsam, unterstützt von Orgel und Trompeten das freudige „Sind die Lichter angezündet“ anstimmten. Ihnen folgte unter der Leitung von Susanne Bierholdt der Gospelchor der Evangelischen Kirchengemeinde, deren Mitglieder mit ihrem beschwingten Repertoire – unter anderem beim Hallelujah aus der Feder kanadischen Songwriters Leonard Cohen mit wechselseitigen Soli und Chorgesang für Gänsehautgefühle sorgten. Ergriffen lauschten die Zuhörer, als der Projektchor des 1. Forster Frauenchores (FFC) und des FMGV 1832, dirigiert von Ingo Daniels, das von Mozart vertonte spätmittelalterliche, in Latein abgefasste Reimgebet „Ave Verum“ vortrugen. Ebenfalls unter der Leitung von Ingo Daniels: der Auftritt des FMGV mit den Weihnachtsliedern „Die Nacht“, „Weihnachtsglocken“ und „Friedensglocken, Weihnachtszeit“.

Lang erwartet und stets einer der musikalischen Höhepunkte: unter der Leitung von Angelika Dubrau der Auftritt der 40 Sängerinnen vom 1. FFC, die für dieses Konzert die Lieder „Brennende Kerzen“, „Geh´ ruf es von den Bergen“ und „White Christmas“ ausgewählt hatten. Männerchöre sind in der Region nicht auf Rosen gebettet. Der Männerchor 1888 Groß Bademeusel und der Männergesangverein Sacro haben aus der Mitgliedernot eine Tugend gemacht und erhielten, dirigiert von Angelika Dubrau, erneut als Singegemeinschaft für „Jubilate“, „Es war eine Nacht in Bethlehem“ und „Frohe Weihnacht“ verdienten Beifall.

Nach der Danksagung, Sendung und Segen durch Pfarrer Lange erklang zum Abschluss aus mehr aus 600 Kehlen das jubelnde „O du fröhliche“.  Viele spendeten anschließend aus vollen Herzen für die Kollekte. „Ich komme nach Möglichkeit in jedem Jahr hierher. Es war wieder eine wunderbare Einstimmung aufs Weihnachtsfest“, sagte Ruth Ulrich aus Forst. Draußen setzte unterdessen weißer Flockenwirbel ein.