Obwohl in dieser Saison viele Veranstaltungen im Forster Rosengarten abgesagt werden mussten, bietet er doch auch in diesem Sommern viele Höhepunkte. Einer davon ist die Ausstellung „Der besondere Blick – Zwei Sichtweisen im Dialog“, die jetzt eröffnet wurde.
Ein ganz feiner Holzduft hängt in der Luft. Thomas Schwarz und Frank Stein, die zwei Künstler aus Schleife, sind gerade mit dem Aufbau ihrer neuen Ausstellung im Besucherzentrum des Rosengartens fertig geworden.
Sie schwärmen vom Licht, welches zu jeder Tageszeit die unterschiedlichen Exponate in einem anderem Blickwinkel zum strahlen bringt. Damit wird die Halle zum Leben erweckt - wobei die zwei Künstler den Fokus auf die umgebende Landschaft und Natur gesetzt haben.
Der Holzkünstler Thomas Schwarz ist zum ersten Mal diese kreative Symbiose mit dem Mediendesigner und Fotografen Frank Stein eingegangen. Die beiden vom „Kunstverein Schleife e.V.“ möchten den Besuchern in Forst eine Ausstellung präsentieren, welche zum Träumen und Staunen verführt.

Forster Ausstellung soll zum Staunen verführen

Den ersten begeisterten Besucher haben sie gleich selbst mitgebracht. Als „Der Staunende“ ist er betitelt und ein Holz-Geschöpf von Thomas Schwarz. Etwas befremdet steht er, mit seinem Wohlstandsbäuchlein, vor dem Alu-Dibond-Bild von Frank Stein, und bewundert einen dicken, metallisch leuchtenden Mistkäfer.
Frank Steins Liebe gilt neben der Fotografie, der Malerei, Airbrush-Designs, der Illustration und Grafik-Designs. Heimische Hölzer der Region, in Kombination mit anderen Materialien, ist der Schwerpunkt der Arbeit von Thomas Schwarz. Wie bei der sehr präsenten und raumfüllenden Skulptur „Vernichtung und Neubeginn - Ende oder Anfang“. Hier geht es um Schädlinge, um die Umweltkatastrophe - und zugleich um deren emotionalen Gegensatz: das neu entstehende Leben. Als Torso dient ein hohler 2,80 Meter hoher Lindenstumpf, der 2014 bei einem Tornado geborsten ist. Innen ist er schwarz ausgebrannt, außen hell und samtig, mit fünf in den Stamm geschnitzten Föten.
Die Ausstellung der „Zwei Sichtweisen im Dialog“ wird bis Ende September, täglich von 9 bis 19 Uhr zu sehen sein. Die Künstler behalten sich jedoch vor, Exponate teilweise je nach Eingebung und Inspiration auszutauschen.