Sechs Musiker saßen vor einigen Tagen, als dies noch nicht reglementiert war, mit Kneipenwirt Frank Pfitzmann im Forster „Manitu“ zusammen, um neue Ideen zu besprechen und auszuprobieren.

Herausgekommen sind zwei konkrete Projekte. Das eine ist der neue Forster Musiker-Stammtisch. Er richtet sich an alle Musiker und Musik-Interessierte der Stadt. Der erste Stammtisch sollte eigentlich schon am 24. März stattfinden - und wird nun verschoben, bis sich die Lage normalisiert.

Das zweite Projekt ist die erste Kneipennacht der Forster Musikszene. Sie soll laut Konzept am 6. Juni 2020 auf dem illuminierten Gelände des „Manitu“ starten.

„Inwieweit sich das entwickelt, steht aber in den Sternen. Wir werden entsprechend reagieren“, sagt Frank Pfitzmann, bei dem derzeit die Telefone heiß klingeln, da alle gebuchten Bands ihre Termine in das Jahr 2021 verlegen wollen.

Kneipennacht soll ein Festival für Forster werden

Das Team um Frank Pfitzmann hat sich nun schon seit über 20 Jahren weit über die Landesgrenzen hinaus in der Musikszene einen Namen gemacht. Musiker und Bands, selbst aus Übersee, die ansonsten nur auf großen Bühnen spielen, kommen dadurch nach Forst. Sehr geschätzte wird dabei die persönliche, familiäre Atmosphäre.

Was sich im Großen bei den Konzerten etabliert hat, soll nun mit der Kneipennacht im Kleinen starten: Ein kleines Musikfestival mit Forster Musikern – für Forster und ihre Gäste.

An vier Standorten, im Saal, im kleinen Gastraum, und zwei Zelten im illuminierten Biergarten sollen die Musikfreunde in einer Sommernacht handgespielte Live-Musik genießen können.

Forster Musiker sind schon an Bord für die Kneipennacht

Früher gab es Kneipennächte überall in den größeren Städten, vieles davon hat sich inzwischen aufgelöst. Für Forst ist so ein Projekt Neuland.

Allerdings wälzte Frank Pfitzmann diese Idee schon länger, hatte auch über eine gemeinsame Aktion mit dem damaligen Kuckuck nachgedacht. Dazu ist es aber nie gekommen.

Jetzt wollte er Nägel mit Köpfen machen, besprach sich mit seiner Familie und holte sich bekannte Forster Musiker an den Tisch, darunter Brian Bossert, Sven-„Salli“ Sonsalla, Lisa Temesvari-Alamer, „Marv“-Christoph Dunkel, „Frank“-Ronny Heinze sowie Max Schneider und Christian Kuska von „Eclat“.

Alle waren von der Idee begeistert und wollen auch bei der Kneipennacht selbst mitmachen.

Bossert: Wir wollen die Leute hinterm Ofen vorlocken

Die genannten Musiker teilen sich in verschiedene Musikformationen. So wird es mit „Salli und Lisa“ ein Act geben und „Marv und Frank“, „Eclat“ sowie Brian Bossert als Solosänger auftreten. Aber es soll auch innerhalb der Gruppen rotiert werden, andere Stimmen und Klängen eingebracht werden. Schließlich haben alle Musiker in verschiedenen Bands und Projekten gespielt. Man kennt sich über Jahre und ist miteinander befreundet.

„Ich finde es wahnsinnig gut, das wir hier das Manitu um die Ecke haben. In anderen Städten gibt es gar keine Bands und keine so tolle Location“, sagt Salli.

Für Brian Bossert dreht sich alles um „Rock`n Roll“. „Wir wollen im Sommer die Leute hinterm Ofen vorlocken, so wie in unserem Weihnachtskonzert, welches traditionell ein Heimspiel der Forster Musiker ist“. Marv findet es eine „phantastische Idee, um die Forster Musikszene wieder zusammen zu führen“.

Forster Musikstammtisch trifft sich alle zwei Monate

Dazu soll auch der neue Musiker-Stammtisch. Geplant soll dieser alle zwei Monate an einem Dienstag Abend um 19 Uhr im Manitu stattfinden. Eingeladen sind alle Musiker und Musikinteressierten, so Bossert. Es soll vor allem um einen gemütlichen Erfahrungsaustausch gehen, aber es könnten auch Workshops und andere neue Ideen besprochen werden.

Salli träumt beispielsweise schon lange davon, dass die Forster Musiker gemeinsam eine CD aufnehmen. „Das wäre eine Vision“, schwärmt er. Und er freut sich auf Abende, „wo man wieder zusammen finden und gemütlich an den Feuerkörben sitzen kann.“ „Es ist Zeit für gute Musik“, resümiert Musikerin Lisa Temesvari-Alamer.

Nun müssen die Pläne nur noch klappen. „Die ganze Situation ist jetzt so unwirklich“, meint Frank Pfitzmann