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| 15:44 Uhr

Kunst
Stämme und Steine werden Kunst

Die Organisatorinnen Kathleen Hubrich, Angelika Geisler und Sabine Lindner (v.l.) mit Plakat und Flyern zum Kunstsymposium.
Die Organisatorinnen Kathleen Hubrich, Angelika Geisler und Sabine Lindner (v.l.) mit Plakat und Flyern zum Kunstsymposium. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Künstler und Programm für Internationales Kunstsymposium im September stehen fest. Von Steffi Ludwig

Aus den gefällten Linden des Forster Lindenplatzes werden Mitte September internationale Künstler in Forst Kunstwerke kreieren. Aber auch eine Robinie, eine Ulme und andere Stämme, die das Betriebsamt als Sturmschäden sichern konnte, liegen bereit.

Inzwischen steht fest, dass 15 Künstler bei diesem 2. Kunstsymposium dabei sein werden – ausgewählt entsprechend ihrer Entwürfe von einer Jury. Unter den sieben deutschen Teilnehmern ist beispielsweise der Cottbuser Steffen Mertens, der bereits beim ersten Symposium 2013 dabei war. Zu den vier polnischen Künstlern zählt unter anderem Maria Moroz, ebenfalls vor fünf Jahren dabei. Als künstlerische Beraterin fungiert Franziska Uhl, die, da sie auch in Polen arbeitet, auch übersetzen kann. Hinzu gesellen sich ein Niederländer, eine Russin, ein Brite sowie der Italiener Paolo Vivian. Letzterer hatte vor fünf Jahren in Forst das Kunstwerk „Vertical Train“, einen in den Himmel fahrenden Zug, geschaffen.

Damals, zur Symposium-Premiere, hatten 16 Künstler die gefällten Kastanien des Kegeldamms in Kunstwerke verwandelt. Diese Skulpturen stehen heute noch auf der Reisigwehrinsel im Rosengarten, wo auch das Symposium stattfand, und im Stadtgebiet.

In diesem Jahr arbeiten die Künstler in der Stadt, direkt neben der Stadtkirche St. Nikolai. Von Donnerstag, 13. September, bis Donnerstag, 20. September, kann ihnen dabei über die Schulter geschaut werden, kündigt Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich an, die gemeinsam mit Initiatorin Sabine Lindner und Angelika Geisler vom Fachbereich Stadtentwicklung das Symposium organisiert.

Ein bis zwei Künstler werden sich auch an Findlingssteinen versuchen, Stahl ist als Werkstoff ebenso im Gespräch, so Sabine Lindner. Hier müssten jedoch noch einige Rahmenbedingungen geklärt werden. Das Rahmenprogramm des Kunstsymposiums indes steht fest – denn die Künstler sollen nicht nur arbeiten, sondern auch Forst kennenlernen und diese Eindrücke weitertragen. Das ist den Organisatorinnen wichtig. So werde es eine Kirchturmbesteigung mit Pfarrer Christoph Lange geben, ebenso einen Besuch des in dieser Zeit stattfindenden Sattelfestes im Rad- und Reitstadion. Auch die bei der Graffiti-Jam entstandenen Bilder in Park 7 sollen betrachtet werden.

Am 21. September, einen Tag nach der offiziellen Beendigung des Symposiums, finde der Themenwochenmarkt um die Stadtkirche statt, bei dem die Skulpturen besichtigt werden können, so Kathleen Hubrich. Danach werde das Betriebsamt die Kunstwerke verteilen. Das Holz solle jedoch möglichst lange getrocknet werden, ehe entschieden wird, wo es aufgestellt wird, so Sabine Lindner. Möglich sind auch Leihgaben an die Sponsoren.

Das Betriebsamt der Stadt stelle unter anderem die Elektrik und die Bauzäune bereit, mit denen das Gelände abgesperrt ist. Ein Sicherheitsdienst werde die Fläche überwachen, so Angelika Geisler. Bei der Verpflegung unterstützen Forster Bäckereien und Gaststätten. Die Künstler leben in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Forst, es haben sich jedoch auch Privatpersonen gemeldet, die Unterkünfte zur Verfügung stellen. Unterstützt wird das Symposium vom lokalen Verfügungsfonds der Stadt, von der Euroregion Spree-Neiße-Bober, der Volksbank Spree-Neiße und VR-Stiftung sowie Geldspenden von Forster Unternehmern und Bürgern.