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| 17:00 Uhr

Baustellen
Kritik an Rasern in Spielstraßen

Im Krummen Weg in Forst wurden Verkehrssmileys eingesetzt, um die Autofahrer auf die Geschwindigkeitsüberschreitung hinzuweisen.
Im Krummen Weg in Forst wurden Verkehrssmileys eingesetzt, um die Autofahrer auf die Geschwindigkeitsüberschreitung hinzuweisen. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Um die Baustelle in der Skurumer Straße zu umfahren, nutzen viele nicht die reguläre Umleitung. Anwohner beschweren sich.

Seit Ende Juli ist die Skurumer Straße zwischen Weißwasserstraße und Muskauer Straße wegen Straßenbauarbeiten dicht. Doch viele Autofahrer nutzen nicht die ausgeschriebene Umleitung über die Triebeler Straße und Spremberger Straße, sondern kürzen durch den Krummen Weg, die Stadtwaldstraße und den Kiefernweg ab. Allerdings dermaßen rasant, dass bereits Ende vergangener Woche Beschwerdemails bei Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) sowie im öffentlichen Hinweisportal Maerker landeten.

Denn alle drei Straßen sind Spielstraßen, also verkehrsberuhigte Zonen, in denen Schrittgeschwindigkeit gefahren werden muss. Alle drei genannten Straßen seien inzwischen zu einer regelrechten Rennpiste geworden, heißt es im Maerker-Portal.

Die Stadt habe sich sofort mit dem Landkreis Spree-Neiße in Verbindung gesetzt und verschiedene Maßnahmen geprüft, bestätigt Sabine Jahnke, Fachbereichsleiterin Bauen der Stadt. Deshalb habe die Stadt in dieser Woche den Verkehrssmiley in den betroffenen Straßen eingesetzt. Im Krummen Weg wies er die Autofahrer am Dienstagmorgen auf einer Anzeigetafel auf ihre Geschwindigkeit hin, nachfolgend garniert mit einem lachenden oder weinenden Gesicht. Die weinenden Gesichter überwogen deutlich.

Zudem sei die Polizei um Hilfe gebeten worden, teilt Sabine Jahnke mit. Der Landkreis prüfe seinerseits unterstützende Maßnahmen.

Dennoch appelliert die Stadt auch an die Autofahrer. „Bei allem Verständnis dafür, dass die vielen Umleitungen lästig sind: Ich bitte im Sinne der Verkehrssicherheit, gerade in den Spielstraßen auf die Schrittgeschwindigkeit zu achten“, sagte Simone Taubenek. Denn gerade in den Ferien und bei der derzeitigen Hitze seien vielleicht doch mehr Kinder auf den Straßen, und es wäre schlimm, wenn durch solch eine Baumaßnahme, die ja eigentlich einen guten Zweck erfüllen solle, jemand zu Schaden käme, bemerkte die Bürgermeisterin.

Die Bauarbeiten in der Kreuzung Skurumer Straße/Muskauer Straße sollen noch bis Dezember laufen.

(slu)