Das neue Schulzentrum in Döbern wächst. Noch im Juli wird für den Erweiterungsbau das Richtfest gefeiert. Sowohl beim Zeitrahmen als auch bei den Kosten liegt das Vorhaben laut Amtsverwaltung im Plan. Die Fertigstellung des Schulzentrums ist für Sommer 2021 geplant. Dann sollen rund 600 Schüler der Grund- und Oberschule in das dreigeschossigen Schulzentrum umziehen.

Neues Bus-Konzept für das Schulzentrum in Döbern liegt vor

Bereits jetzt hat die Kreisverwaltung das Schulbus-Konzept für die neue Schule vorgestellt. Doch daran scheiden sich die Geister. Die einen loben das, was die Kreisverwaltung in den vergangenen Monaten entwickelt hat. Die anderen werfen vor allem Landrat Harald Altekrüger (CDU) Unehrlichkeit vor.
Grund für die Diskussion ist eine Aussage Altekrügers aus der Juni-Kreistagssitzung. „Unter Berücksichtigung der derzeit geltenden Unterrichtszeiten wird ein direktes Erreichen mit dem ÖPNV im Zuge der Eröffnung des Schulzentrums für alle Schüler möglich sein“, hatte Altekrüger dort erklärt.
Im jüngsten Kreistag nun teilte die Verwaltung auf Nachfrage mit, dass eine Buslinie am Deutschen Haus in Döbern enden wird, die Schüler dort in einen anderen Bus umsteigen müssen, der dann direkt zum neuen Schulzentrum fährt. Betroffen wären etwa elf Kinder.

Spree-Neiße-Landrat verwahrt sich gegen Vorwurf der Unehrlichkeit

„Für mich ist das ein bisschen unehrlich“, sagt Neiße-Malxetal-Bürgermeister Eberhard Müller (UWG-SPN). Ähnliche Kritik äußert Linke-Abgeordneter Andreas Paul Mekelburg. Der Landrat weist den Vorwurf der Unehrlichkeit hingegen entschieden zurück. Alle Kinder kämen mit dem Bus direkt zur neuen Schule. Kein Schüler müsse mehr vom Busplatz in Döbern zu Fuß dorthin gehen.
Das stellt auch Döberns Bürgermeister Jörg Rakete (SPD) heraus. „Das Ergebnis, das die Verwaltung erreicht hat, kann sich sehen lassen“, betont er.
Natürlich sei es schwer, die verschiedenen Interessen von Schulträger, dem Kreis, der den Transport bezahlen muss und der Eltern und Kinder unter einen Hut zu bringen, ergänzt er. Zugleich erinnert Rakete an Zeiten, an denen von acht Buslinien gerade einmal zwei direkt an der Schule gehalten haben. „Mit der jetzt in Aussicht gestellten Lösung können wir deshalb gut leben.“