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| 16:20 Uhr

Durchzug im Kreishaus
Kreisverwaltung in Forst nach Stinke-Attacke

Die Feuerwehr soll herausfinden, was Ursache für den Gestank in der Kreisverwaltung ist.
Die Feuerwehr soll herausfinden, was Ursache für den Gestank in der Kreisverwaltung ist. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Am Mittwochvormittag mussten Teile der Kreisverwaltung in Forst wegen üblen Gestanks geräumt werden. Die Ermittlungen nach den Ursachen gehen weiter. Am Donnerstag ist die Verwaltung wieder offen. Von Katrin Kunipatz

Nach Hause geschickt wurden die Mitarbeiter der Kreisverwaltung Spree-Neiße am Mittwochvormittag. In den Häusern A, B und C wurde am Morgen eine starke Geruchsbelästigung festgestellt. Um etwaige Gesundheitsbeeinträchtigungen auszuschließen, fiel die Entscheidung, die betroffenen Gebäude zu räumen. Nur im Haus D, wo unter anderem das Gesundheitsamt untergebracht ist, gab es keine Probleme.

Wie Kreisbrandmeister Wolfhard Kätzmer mitteilt, handle es sich um einen stechenden Geruch, der an faule Eier oder Erbrochenes erinnere. Der Verdacht fiel deshalb auf Buttersäure. Die Freiwillige Feuerwehr Forst wurde alarmiert und suchte nach der Ursache des Gestanks. Eine konkrete Quelle konnte jedoch nicht identifiziert werden, so der Kreisbrandmeister. Ein Nachweis, welche Substanz den Geruch verursacht hat, sei mit den Messmethoden der Feuerwehr ebenfalls schwer möglich. Als Ausgangspunkt wurde das Treppenhaus ermittelt. Aus diesem Bereich wurde alle Gegenstände geräumt, die den stinkenden Stoff hätten aufnehmen können. Bis zum Nachmittag wurde das Kreishaus intensiv gelüftet. Die Geruchsbelastung konnte so deutlich reduziert werden.

Feuerwehr und Arbeitsmedizinmischer Dienst schließen deshalb eine weitere gesundheitsgefährdende Belastung aus. Am Mittwochnachmittag fiel deshalb die Entscheidung, die Kreisverwaltung in Forst am Donnerstag wieder wie üblich zu öffnen, teilt Matthias Händler, Mitarbeiter der Pressestelle, mit. Die reguläre Sprechzeit und Termine können stattfinden. Sollte es wider Erwarten erneut zu einer Geruchsbelastung kommen, müsste am Donnerstag über das weitere Vorgehen entschieden und die Mitarbeiter eventuell wieder nach Hause geschickt werden.

Die vorfristige Schließung betraf am Mittwoch nur die Kfz-Zulassungsstelle. Alle anderen Behörden haben am Dienstag und Donnerstag Sprechtage.