Der scheidende Chef des Forster Abwasser-Eigenbetriebs, Frank Przychodzki, hat sich für einen stärkeren Hochwasserschutz in der Stadt ausgesprochen und sieht dabei das Land in der Pflicht. Im jüngsten Spree-Neiße-Wirtschaftsausschuss, in dem der Forster Abwasserexperte als sachkundiger Einwohner vertreten ist, forderte er, dieses Thema als Forderung in das Kreisentwicklungskonzept aufzunehmen, das derzeit erarbeitet wird.

Hochwasserschutz steht nicht im Kreisentwicklungskonzept

Das Hochwasser im Jahr 2010, bei dem Teile der Stadt überflutet worden sind, sei Warnung gewesen. „Wenn die Kläranlage hier vollläuft, ist für die Stadt Forst die Abwasserbeseitigung auf Monate hin nicht mehr möglich“, so Przychodzki. Deshalb sollte das Land als Verantwortlicher für diese Aufgabe mehr zur Verantwortung gezogen werden.

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Zustimmung erntet der Forster von Spree-Neiße-Baudezernent Olaf Lalk (CDU). „Ich bin da absolut bei ihnen“, betont er. Aber wenn alle diese Problemstellen in der Kreisentwicklungskonzeption im Detail aufgeführt würden, würde das den Umfang der Konzeption sprengen. „Deshalb haben wir eine allgemeine Aussage für richtig erachtet“, so Lalk. „Wir erkennen aber die Wichtigkeit dieser Sache“, so Lalk.

Hochwasserschutz ist einen Landesaufgabe

Im Kreisentwicklungskonzept sollen vor allem die Dinge aufgeführt werden, die der Landkreis aus eigener Kraft beeinflussen und verändern kann. Hochwasserschutz sei letztlich eine Landesaufgabe. Lalk: „Deshalb werden wir als Fachbehörde mit Nachdruck immer wieder darauf hinweisen, das umzusetzen.“