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| 02:34 Uhr

Kreis investiert in Straßen - Sperrungen vor allem im Sommer

Die Brücke über das Schwarze Fließ in Guben soll in diesem Jahr erneuert werden.
Die Brücke über das Schwarze Fließ in Guben soll in diesem Jahr erneuert werden. FOTO: Daniel Schauff
Spree-Neiße. Autofahrer im Landkreis Spree-Neiße müssen sich vor allem in den Sommerferien auf einige Umleitungen einstellen. Vier große Vorhaben sollen nach Möglichkeit bis zum Jahresende abgeschlossen sein, eins wird erst im Jahr 2018 fertig. Katrin Kunipatz

Vertraut mit den verschiedenen Projekten ist Frank Kuckert, Sachgebietsleiter der Unteren Straßenbaubehörde. Insgesamt über 2,4 Millionen Euro werden investiert. Bei dem Geld handelt es sich um Mittel des Kreises, Fördermittel und Zuschüsse aus dem Kommunalinvestitionsgesetz.

Guben

Eigentlich schon für 2016 geplant, soll die Brücke über das Schwarze Fließ in diesem Jahr auf jeden Fall neu gebaut werden. Das Bauwerk, über das die Karl-Marx-Straße an die Kreuzung Cottbuser Straße herangeführt wird, ist laut Prüfbericht in einem schlechten Zustand, so Kuckert. Untersuchungen des Baugrundes hatten Umplanungen nötig gemacht, die auch mit höheren Kosten verbunden sind, weshalb das Projekt geschoben wurde. "Geplanter Baubeginn ist im zweiten Quartal 2017", sagt der Sachgebietsleiter. Gebaut wird unter Vollsperrung, mit entsprechenden Umleitungen für die Autofahrer in Guben. Rund 680 000 Euro soll die Maßnahme nach aktueller Planung kosten und bis zum Jahresende 2017 fertig sein.

Roggosen/Koppatz

Ebenfalls voll gesperrt wird die Straße zwischen Roggosen und Koppatz in den Sommerferien. Der Kreis baut hier den letzten Teil der Kreisstraße 7113 aus. In den vergangenen Jahren wurde die Verbindungsstraße zwischen den Orten grundhaft erneuert. Nun folgt der rund 320 Meter lange Abschnitt vom Ortseingang Roggosen bis zur Kreuzung Laubsdorfer Weg. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 300 000 Euro. Eine Besonderheit gibt es: Der große Baum direkt neben der Straße muss stehen bleiben, fordert die Naturschutzbehörde. "Deshalb wird es hier ähnlich wie in Reuthen eine Einengung auf 4,5 Meter Straßenbreite geben", erklärt Frank Kuckert. Im übrigen Bereich hat die Straße eine Breite von 5,5 Metern. Bis zum Ende der Sommerferien soll die Straße so weit fertig sein, dass der Bus wieder rollen kann. Die anderen Autofahrer müssen sich bis Ende September gedulden.

Eichwege

Nur 165 Meter lang ist der zweite Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Eichwege. Direkt anschließend an den in diesem Jahr bis auf Kleinigkeiten fertiggestellten ersten Teil wird ab 20. Juli der Rest der Straße gebaut. In das Vorhaben eingebunden sind neben dem Landkreis auch das Amt Döbern-Land und der Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband. Gebaut wird zusätzlich zur Straße eine neue Straßenentwässerung, die dann vom Abwasser getrennt ist. Die Grundstücksanlieger erhalten Abwasseranschlüsse und das Amt Döbern-Land baut den Gehweg und die Straßenbeleuchtung. Nötig ist dafür eine sechswöchige Vollsperrung. Danach werde bei halbseitiger Sperrung bis voraussichtlich Anfang Oktober gebaut. Ende Oktober sollen die Markierungen aufgebracht und die Bankette angeglichen sein. Kosten wird alles zusammen rund 200 000 Euro, so Frank Kuckert.

Gosda/Klinge

"Nach Weihnachten haben wir die Fördermittelbescheide aus dem Kommunalinvestitionsgesetz für zwei weitere Maßnahmen erhalten", sagt Frank Kuckert. Der rund 326 600 Euro kostende Bau der Kreisstraße 7111 zwischen Gosda und Klinge kann im Sommer beginnen. Die Planung für den 874 Meter langen Abschnitt sind abgeschlossen. Damit die Straße auf rund sechs Meter verbreitet werden kann, wurden bereits Bäume gefällt. Entsprechende Ausgleichspflanzungen sind vorgesehen. Bis Ende Oktober soll dieses Projekt beendet sein. Und nachdem die Bahn 2018 die Bahnanlage ausgebaut hat, würde das letzte und kürzeste Stück der Straße danach gebaut werden.

Forst

Über zwei Jahre wird sich die Baumaßnahme an der 7109 in Forst hinziehen. Der Straßenzug Domsdorfer Straße bis Skurumer Straße und weiter bis zur Kreuzung B 112 soll erneuert und auf sechs Meter ausgebaut werden sowie einen Radweg erhalten. "Ziel ist es den Verkehrslärm für die Anwohner zu reduzieren", erläutert Frank Kuckert. Mit dem ersten 1,5 Kilometer langen Abschnitt Domsdorfer Straße soll im Sommer begonnen werden. Zuvor finden Munitionserkundungen statt, so der Sachgebietsleiter. Start des zweiten Bauabschnitts entlang der Skurumer Straße kann erst sein, wenn in Forst die Spremberger Straße fertig ist und alle Umleitungen aufgehoben sind. Voraussichtlich Ende Oktober 2018 wird der Verkehr wieder ungehindert rollen können. Investiert werden insgesamt 900 000 Euro.

Zum Thema:
Ein grundhafter Straßenausbau ist teuer und weil weniger Geld für solche Investitionen zur Verfügung steht, kümmert man sich im Landkreis intensiv um die Straßenerhaltung. Mit verschiedenen Methoden können Risse in der Oberfläche repariert oder kleine Unebenheiten ausgeglichen werden. Maßnahmen dieser Art sind in diesem Jahr unter anderem in der Ortslage Guben und zwischen Eichwege und Jerischke geplant.