Das Bemalen von Steinen ist im englischsprachigen Raum schon seit einigen Jahren als Rock Painting bekannt. „Ich habe es zufällig im Internet gefunden und fand es sofort spannend“, sagt Mara Ebel, die Lausitzer inzwischen davon begeistert.

Kleine Kunstwerke an öffentlichen Orten

Das Prinzip ist simpel. „Finden, posten und verstecken“, steht auf der Rückseite der bemalten Steine. Die kleinen Kunstwerke werden an öffentlichen Orten abgelegt. Der Finder fotografiert den entdeckten Stein für die eigens gegründete Facebook-Gruppe und versteckt ihn erneut. Ein Lausi Stein hat es so schon in die USA geschafft.

Behalte der Finder den Stein, sei das auch in Ordnung. „Am besten bemalt er einen neuen und versteckt ihn“, sagt Mara Ebel. Ohnehin tauchten nur drei Prozent der bemalten Steine wieder auf. Ziel des Projekts sei es, den Leuten eine Freude zu bereiten. Durch die Lausi Steine gingen die Menschen viel aufmerksamer durch die Stadt.

Steine bemalen und Steine verteilen

Mara und Renate Ebel verstecken ihre Steine gerne im Forster Rosengarten und an Kinderspielplätzen. Auch an markanteren Stellen, wie den Grenzrosen an der Neiße legen sie ihre Steine ab.

„Mittlerweile folgen uns schon Leute, in der Hoffnung, dass wir einen Stein verstecken“, so Mara Ebel. Sie verteilt ihre Steine auch beim Einkaufen oder in der Nähe von öffentlichen Gebäuden, etwa der Bibliothek. Wichtig ist, dass die Steine nicht auf Fahrzeugen, Straßen, in Geschäften oder in der Nähe von Lebensmitteln abgelegt werden.

Keine künstlerischen Grenzen

Die Bemalung der Steine muss umweltverträglich sein. Eingesetzt werden Acrylfarben. Das Aufkleben von Applikationen wie Wackelaugen ist nicht erlaubt. Künstlerisch sind dem Können und der Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Jeder Stein ist schön“, sagt Renate Ebel. Am wichtigsten sei der Spaß.

Vor allem Steine mit einer glatten Oberfläche eigenen sich gut zum Bemalen. Die Ebels nutzen gerne Schiefer oder Steine, die sie auf Rügen gesammelt haben. Auch Steinlieferanten aus dem Tagebau haben sie aufgetan. Die Auswahl der Motive richtet sich nach der Beschaffenheit des Steins, aber auch nach aktuellen Anlässen oder dem Ablageort. So gestalteten die Ebels das Logo des Forster Steamrose-Festivals. Der Stein selbst wurde natürlich auf dem Festival-Gelände versteckt.