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Kranke Kinder müssen erst gesund geschrieben werden

Forst. Die Stadt Forst will an der ärztlichen Bescheinigung zur Gesundschreibung der Kinder in den städtischen Kindertagesstätten festhalten. Das bekräftigte der zuständige Fachbereichsleiter Andreas Kaiser im Kultur- und Bildungsausschuss. Steffi Ludwig

Die Stadt halte die Regelung für erforderlich, gerade im Hinblick auf die sinkende Impfbereitschaft und den oft ungeklärten Impfschutz bei Kindern von Flüchtlingen, die die Kita besuchen. Bei allen ansteckenden Krankheiten und auch dem Befall von Kopfläusen müssen die Eltern der Kita-Kinder ein Attest des Kinderarztes vorlegen, dass das Kind die Kita wieder besuchen kann. Das Bundesseuchengesetz sei die Grundlage, so Kaiser, im Betreuungsvertrag der Forster Kitas sei es schon lange so festgeschrieben. "Wir wollen damit die anderen Kinder und das Personal schützen und keine Epidemien herausfordern", so der Fachbereichsleiter. Für Stadtverordnete Doris Dreßler (Die Linke) ist das nicht zufriedenstellend. Sie führte die reichlich fünf Euro an, die die Eltern jedesmal für das Attest zahlen müssten, und den zusätzlichen Weg, den die Eltern nach der Genesung des Kindes noch einmal zum Kinderarzt unternehmen müssten. Thomas Friedrich ("Wir für Forst") bezeichnete die Regelung jedoch als richtig, da es Eltern gebe, die ihr Kind nicht zum Arzt bringen und somit alle anderen Kinder ansteckten.