| 14:53 Uhr

Ehemaliges Jugendklubhaus
Konzept fürs Jugendzentrum erst 2018

Forst. Durch eine Befragung des Forster Kinder- und Jugendbeirates verzögert sich der Termin.

Ursprünglich wollte die Forster Stadtverwaltung noch in diesem Jahr ein Konzept für die Nutzung des ehemaligen Jugendklubhauses in der Gubener Straße als künftiges Kinder- und Jugendzentrum vorlegen. Doch dies verzögere sich nun auf Anfang 2018, wie der zuständige Verwaltungsvorstand Sven Zuber am Montagabend im Kultur- und Bildungsausschuss sagte. Hauptgrund sei, dass der Kinder- und Jugendbeirat eine Befragung unter Kindern und Jugendlichen der Stadt zur Nutzung des Hauses durchführen wollte und dafür etwas mehr Zeit brauche als geplant.

Diese Verzögerung sorgte für Kritik bei den Linken. Stadtverordnete Doris Dreßler betonte, dass der Auftrag der Stadtverordneten gelautet habe, dass die Verwaltung das Konzept bis Ende des Jahres vorlegen solle, damit man in diesem Punkt endlich weiterkomme.

Die Stadtverordneten hätten sich jedoch auch die Einbeziehung des Kinder- und Jugendbeirates bei diesem Thema ausdrücklich gewünscht, entgegnete Sven Zuber. Nun müsse man dem Gremium auch Zeit für dessen Idee einer Befragung einräumen, wenn es die Stadt ernst mit ihnen meine. Der Kinder- und Jugendbeirat, mit dem sich die Stadtverwaltung seit Juni regelmäßig treffe, habe sich das Gebäude auch eingehend angesehen, berichtete der Verwaltungsvorstand.

Allerdings habe auch der Beschlussvorschlag der Linken-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung im Oktober, die Entscheidung für die Gubener Straße zurückzunehmen und stattdessen ein Konzept für das Stadion am Wasserturm als Sport- und Freizeitanlage zu entwickeln, für eine weitere Verzögerung gesorgt, argumentierte Sven Zuber. Denn diese Unklarheit habe für große Irritationen unter den Jugendlichen gesorgt. Die Stadtverordneten hatten letztlich mehrheitlich den Vorschlag der Linken abgelehnt.

Im Juli hatten die Stadtverordneten mehrheitlich entschieden, das ehemalige Jugendklubhaus in der Gubener Straße als neuen Standort für Kinder- und Jugendfreizeitangebote weiterzuentwickeln. Sechs Objekte waren von der Stadtverwaltung nach verschiedenen Kriterien verglichen worden. Das ehemalige Jugendklubhaus als stadteigenes Gebäude erschien der Stadt am geeignetsten. Die Sanierung des Begegnungszentrums Park 7 wäre zu teuer, hatte eine Machbarkeitsstudie festgestellt. Und das jetzige Schülerfreizeitzentrum am Keuneschen Kirchweg müsste völlig entkernt werden, die Investition wäre größer als ein Neubau, hatte Andreas Kaiser, Fachbereichsleiter Bildung und Soziales, betont. Deshalb wurde ein neues Objekt gesucht.

Aber auch am ehemaligen Jugendklubhaus gebe es großen Sanierungsbedarf, für den noch keine Kostenschätzung existiere. Hier hoffe die Stadt auf Fördermittel, für deren Beantragung jedoch ein beschlossenes Konzept Bedingung ist.

(slu)