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| 01:32 Uhr

Konzept für Jule-Gleise abgesegnet

Forst. Jetzt ist der Plan zum Umgang mit den Forster Gleisanlagen amtlich. Am Freitag stimmten die Stadtverordneten in ihrer Sitzung für das von der Verwaltung vorgelegte Konzept. bob

Die Klage im Berufungsverfahren mit dem Landesamt für Denkmalpflege ist damit vom Tisch. Stattdessen soll der Kompromissvorschlag umgesetzt werden - auch wenn der bei vielen Forstern nur ein Kopfschütteln hervorruft.

Auch in der Stadtverordnetenversammlung wurden noch einmal Bürgerstimmen laut, die sich vor allem an dem Teil der Konzeption stoßen, der einen Wiedereinbau der Gleise auf manchen Straßenabschnitten vorsieht. Während an anderen Stellen die Gleise entfernt werden dürfen, sollen sie hier bei einer Sanierung der Straße herausgenommen und anschließend wieder neu verlegt werden. Und das, obwohl viele Forster die alten Gleise nur als lästige Stolperfallen betrachten. "Ich weiß gar nicht, welcher Forster noch nicht in den Gleisen mit seinem Fahrrad hängengeblieben ist", gab Bürgermeister Jürgen Goldschmidt (FDP) zu, war aber ansonsten bemüht, die schwierige Lage der Stadt zu unterstreichen. Hätte man keinen Widerspruch eingelegt, wäre einfach ein Bescheid des Landesamtes ergangen, so Goldschmidt. Dann hätten alle Gleise in den Straßen bleiben müssen, weil sie von den Denkmalpflegern als schützenswertes Gut identifiziert wurden. Mit dem Kompromiss habe man zumindest einen Teil davon verhindern können. Ingo Paeschke (Linke) gab allerdings zu bedenken, dass auch mit der nun vorliegenden Konzeption keine Rechtssicherheit herrsche. Das Landesamt könnte immer noch dazwischenfunken.