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| 17:37 Uhr

In Neu Sacro kam Regionales auf den Tisch - auch Sauerkraut
„In Polen schmeckt es saurer“

 Reiseleiterin Jolanta Imbierska und die beiden polnischen Bürgermeister Marek Szopa sowie Jan Zebrak erkundeten die Lausitz.
Reiseleiterin Jolanta Imbierska und die beiden polnischen Bürgermeister Marek Szopa sowie Jan Zebrak erkundeten die Lausitz. FOTO: Angela Hanschke
Forst. Eine Reisegruppe mit polnischen Kommunalpolitikern erkundet die Region – und zog auch kulinarische Vergleiche.

. Eine Woche lang haben 40 Teilnehmer einer Reisegruppe aus der Woiwodschaft Klein Polen die Region erkundet. Unter ihnen waren Mitarbeiter der Verwaltung aus der Landgemeinde Gołcza in der Nähe von Krakau sowie Jan Zebrak, Bürgermeister der Landgemeinde Charsznica mit 7000 Einwohnern und sein Amtskollege Marek Szopa aus der Landgemeinde Ksianz Wielki, in der rund 5000 Menschen leben. Neben Land und Leuten galt das Interesse der Besucher auch der Rekultivierung von Tagebau-Flächen. „Besucht wurden auch die Abraumförderbrücke F 60, Cottbus, Dresden, Bautzen. Sie erkundeten die Parke in Muskau und Branitzer und ließen sich durch den Spreewald staken“, informierte Jolanta Imbierska von der CMT Cottbus Congress, Messe & Touristik GmbH, die die Gruppe begleitete.

Auf dem Programm stand auch der Besuch des Gutes Neu Sacro, wo heimische Küche aufgetischt wurde; Gurkensuppe, Kraftsuppe, Sauerbraten und Hähnchenpfanne.  „Alles mit regionalen Produkten zubereitet“, betonte Objektmanagerin Sylvia Müller. Eine Einführung in die sorbisch/wendische Tradition ermöglichte die Trachtentanzgruppe „Barbuk“, deren Name sich von der wendischen Form des Ortsnamens Bärenbrück herleitet. „So gingen früher die Mädchen zum Tanz und zum Erntefest“, sagte Andrea Lange und demonstrierte das Anlegen der Festtracht, deren Fries­röcke sich bei den Tänzen bauschten. Und als es bei der Annemarie-Polka hieß:  „Hacke, Spitze, Wechselschritt“, mischten sich nicht nur die beiden polnischen Bürgermeister unter die Tanzenden.

„Beeindruckend, wie sich hier der Tourismus entwickelt hat. Hier ziehen die Anbieter an einem Strang“, zog Marek Szopa Bilanz. Honiggurken als Erinnerung an den Gurkenradweg nahm er als Souvenir mit in die Heimat. Jan Zebrak aus Charsznica, das in Polen als „Hauptstadt des Sauerkrauts“ gilt, zog Vergleiche zur etwas süßeren Zubereitung in der Lausitz. „In Polen schmeckt es saurer“, sagte er. Wer sich davon überzeugen wolle, könne das beim Krautfest in Charsznica, das jährlich am zweiten Septemberwochenende stattfindet.