Die Rückkehr in seine Heimatstadt, wenn sie auch nur von kurzer Dauer war, hat Spuren hinterlassen. Der Auftritt des Forster Ex-Bürgermeisters Philipp Wesemann als Wahlkampfhelfer von Ministerpräsident Dietmar Woidke ist bei einigen Forstern nicht gut angekommen. Fakt ist: Der frühere Rathaus-Chef darf, auch wenn er noch von der Stadt bezahlt wird, einen Nebenjob ausüben. Das ist rechtlich sauber. Und er darf sich auch politisch engagieren, unabhängig von seinem Beamtenstatus, weil er ja die Position des Bürgermeisters nicht mehr bekleidet. Also viel Lärm um nichts oder gar eine Retourkutsche der politischen Gegner, wie aus seiner Partei vermutet wird? Nein, es ist eher eine Frage des politischen Stils. Ein wenig mehr Zurückhaltung wäre angebracht gewesen. Gerade aus Respekt den Einwohnern der Stadt gegenüber, die ohne großzügige finanzielle Hängematte über die Runden kommen müssen. Nicht zu vergessen die Unternehmer, die den widrigen Bedingungen zum Trotz der Region die Treue halten und den „Laden“ am Laufen halten.