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Kofferpacken für Bundestagswahl

Im Ratssaal bestücken Tim Richter (l.), Wahlleiterin Angelika Hoffmann (M.) und ihre Stellvertreterin Kerstin Liebig die Koffer für die einzelnen Wahllokale.
Im Ratssaal bestücken Tim Richter (l.), Wahlleiterin Angelika Hoffmann (M.) und ihre Stellvertreterin Kerstin Liebig die Koffer für die einzelnen Wahllokale. FOTO: kkz
Forst. Am Sonntag ist Bundestagswahl. Die Forster Wahlleiterin Angelika Hoffmann, ihre Stellvertreterin Kerstin Liebig und Azubi Tim Richter sind dabei, die Koffer für die Wahlvorstände zu bestücken. Katrin Kunipatz

Hinein kommen Dinge, ohne die kein Wahlbüro funktionieren würde: Stifte, Zettel, Lineal, Schere und Klebeband; dazu die amtlichen Unterlagen für die Schnellmeldung, die Niederschrift, verschiedene Schilder für die Kennzeichnung des Wahlraums, die Bekanntmachung der Wahl und ein Buch zu den Rechtsgrundlagen der Wahl. Gemeinsam mit den Stimmzetteln holen die Wahlvorstände die Unterlagen spätestens am Sonntagmorgen im Rathaus ab.

Begonnen hat die Vorbereitung der Wahl bereits im April. Zusätzlich zu ihren Aufgaben als Fachbereichsleiterin Personal und Verwaltungsservice erstellte die vor drei Jahren bestellte Wahlleiterin unter anderem den Terminplan und steht im Kontakt mit dem Kreiswahlleiter. Einbezogen ist auch das Bürgeramt. Dort wird das Wählerverzeichnis erstellt und seit Mitte August die Briefwahl durchgeführt, erläutert Angelika Hoffmann. Und in dieser Woche wurden die Wahlhelfer geschult.

Insgesamt 167 Helfer sind in 24 Forster Wahllokalen und vier Briefwahllokalen im Einsatz. Neu hinzugekommen ist das Wahllokal im Hotel Rosenflair. Es ist barrierefrei und ersetzt das Wahllokal im Feuerwehrgerätehaus Süd. Neben 98 Angestellten des öffentlichen Dienstes sind diesmal 69 Bürger dabei. "Im Vergleich zu anderen Wahlen sind es erstaunlich viele", sagt Angelika Hoffmann. Alle erhalten 25 Euro Erfrischungsgeld. Für den Wahlvorstand sind es 35 Euro. Geld, das der Bund bereitstellt.

Am Wahltag selbst beginnt ihr Dienst um 6.30 Uhr. Schluss ist erst, wenn jedes Wahllokal die Stimmen ausgezählt hat und alle Unterlagen einschließlich der Wahlniederschrift wieder im Rathaus sind. Im Wahllokal selbst wird das Ergebnis mit Zettel und Stift ermittelt und telefonisch ans Rathaus übermittelt. Hier können die Bürger ab 18 Uhr im Ratssaal die Auszählung verfolgen, so die Wahlleiterin. Die Weitergabe erfolgt dann per Computer, weshalb auch ein Mitarbeiter des technischen Bereichs vor Ort ist. Am Montag nach der Wahl kontrollieren Angelika Hoffmann und ihre Kollegin die Unterlagen und übergeben die Niederschriften an den Kreiswahlleiter.

Ihre Aufgabe ist damit aber noch nicht erledigt. "In Forst gibt es drei repräsentativ ausgewählte Wahllokale, in denen das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg das Wählerverhalten erfasst", berichtet die Wahlleiterin. In den Wahllokalen beim Zak-Verein, der Archimedes Grundschule und dem Haus am Rosengarten sind die Stimmzettel nach männlich und weiblich sowie dem Alter gekennzeichnet. "Das Wahlgeheimnis bleibt gewahrt", versichert Angelika Hoffmann. Erst nach der Wahl werden diese Stimmzettel entsprechend der Kriterien noch einmal ausgezählt. Insgesamt 110 solcher repräsentativen Wahllokale gibt es in Brandenburg. Schon bei vorangegangenen Wahlen war Forst ausgewählt worden.