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Kleine Rothäute im wilden Westen von Forst

Forst.. Die fünf- bis sechsjährigen Kinder aus der Kita Kinderland in Forst sind geschminkt und verkleidet. Mit Trommelklängen und einem Tanz um den Marterpfahl wird am Mittwoch das Fest eröffnet. Immer wieder zeigen die Kleinen, dass sie den Indianerschrei beherrschen. Foto: Reik Anton

Selbst die Erzieherinnen sehen wie echte Indianerfrauen aus.
„Die Kinder können sich ihre eigenen Kostüme aus zerschnittenen Bettlaken und Farbe basteln“ , erklärt Marlinde Mader, eine der verkleideten Erzieherinnen. Natürlich sind die kleinen Indianer nicht nur zum Kostümieren da. Jeder von ihnen möchte einen Büffel fangen. Nach der geglückten Jagd wird das Essen zubereitet. Während die Büffelsuppe (Kohlrabieintopf) kocht, bietet der Büffelwein (kalter Tee) Erfrischung für die erschöpften Krieger. Der Koch des Stammes sorgt dafür, dass in einer echten Büffelsuppe die Zähne (Wiener) nicht fehlen. „Ein erfolgloser Büffeljäger wird zur Strafe an den Marterpfahl gefesselt“ , so Marlinde Mader schmunzelnd. Der Medizinmann des Stammes gibt dem Gefangenen Süßigkeiten, um zu trösten. Der fünfjährige Erik Strauß findet: „Ein Cowboy ist besser.“ Aber auch er wird an den Marterpfahl gebunden, „weil sich Indianer und Cowboys nicht verstehen“ , weiß er. Gegen Mittag sind selbst die stärksten Indianer müde. Um sich zu erholen, legen sie sich in den Schatten oder in ihre Tipis. (ra)