ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:00 Uhr

Kleine Leseheftchen als Schülerhilfe

Forst.. Bereits vor über 80 Jahren brachten Verlage und Druckereien kleine Heftchen heraus, die nur wenige Groschen kosteten. Hans-Joachim Schulz

Mit diesen Leseheftchen, die teilweise illustiret waren, sollte der Jugend Kenntnisse über die Heimat vermittelt werden, so wie dies heute im Sachkunde- und Geschichtsunterricht geschieht. Die Hefte waren dementsprechend altergemäß gestaltet und leicht verständlich. geschrieben.
1924 veröffentlichte zum Beispiel der einstige Druck und Verlag Rauert und Pittius in der ehemaligen Kreisstadt Sorau (Zary) „Geschichten und Sagen aus der Niederlausitz“ mit historischen Lesestoffen für die Jugend. So wurden im neunten Heft des Heimtwerkes ein Ereignis während des Siebenjährigen Krieges im benachbarten Pförten unter dem Titel „Der schwarze Tag von Pförten“ interessant erzählt. Preußische Husaren hatten auf Befehl des Preußenkönigs am 1. September 1758 das Schloss des Grafen Heinrich von Brühl mit seinem kostbaren Inventar und den wertvollen Möbeln in Brand gesteckt.
In weitern Leseheften für Schule und Haus wurde unter Benutzung amtlicher Quellen und städtischer Chroniken schon viele Jahre vor dem 1. Weltkrieg Geschichte aus die Provinz Brandenburg veröffnetlicht. In einem Selbstverlag brachte beispielsweise der Forster Lehrer Robert Klar Interssantes zu wichtigen Städten und Dörfern des ehemaligen Kreises Sorau in Kurzbeiträgen heraus.