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| 18:54 Uhr

Ungewöhnliches Konzert im Hornoer Krug
Ein Nachmittag mit Verwöhncharakter

 Zum traditionellen Lied „Kalinka“ wurde auch traditionell getanzt – zumindest versuchten die Männer es, sehr zur Freude der Gäste.
Zum traditionellen Lied „Kalinka“ wurde auch traditionell getanzt – zumindest versuchten die Männer es, sehr zur Freude der Gäste. FOTO: Margit Jahn
Forst. „Klassik trifft Pop“ begeisterte die Besucher. Eine Fortsetzung würde auf viele begeistere Fans treffen.

Ein Muttertag wie kaum ein anderer: Thoralf Haß und Gundolf Fiehler haben zwei bekannte Sängerinnen aus der Region zusammen auf die Bühne gebracht. Mit Michelle Bönisch und Irina Epinger wurden auch Pop und Klassik zusammengebracht. Brechend voll war der Saal, sodass noch viele Stühle herbeigeholt werden mussten. Moderator Andreas Wolff erzählte kleine Episoden aus Michelle Bönischs Lebenslauf, bevor die strahlende Sängerin mit knallroten Hosen und schwarzem Top die Bühne betrat und drei ihrer Lieder zum Besten gab. „Meilenweit“, „Das macht mich an“, und „Mein Herz, es brennt“ sang sie – und Fans im Saal sangen textsicher mit. Irina Epinger wohnt seit 2004 in Deutschland, vermisst die Berge ihrer kasachischen Heimat aber immer noch, verriet Wolff. „Heja, in den Bergen ist mein Heimatland“ war ihr erstes Lied, welches gleich für Gänsehaut sorgte. Mit ihrer präsenten Stimme füllte sie den Saal. „Oh mio babbino“ und „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ gehörten zu ihrem kleinen Solo-Block. Zu „Haga navila“ schnappte sich Irina Epinger ein paar Gäste aus dem Saal und tanzte mit ihnen temperamentvoll einen typisch israelischen Kreistanz Die kleine Fabienne Sakolowski durfte mit Irina das Lied „Heut fliegt ein Engel durch die Nacht“ singen. Colin war der kleine Star bei dem Kindern, denn er tanzte auf der Bühne mit Irina, was die Stimmung im Saal zum Brodeln brachte. Der Kinderchor der evangelischen Grundschule hatte danach mit Michelle seinen großen Auftritt. „Mama du bist super“ sangen sie passend zum Tag.

„Ich fand die Mischung aus Klassik und Pop sehr schön, und dass die Kinder mit einbezogen werden“, sagte Jessica Sakolowski in der Pause. Ihre Tochter Fabienne, die das Duett mit Irina Epinger gesungen hat, wird von der Sängerin in Klavier und Gesang unterrichtet.

Nach der Pause kam das lang erwartete Duett von beiden Musikerinnen. „The Rose“ sangen die beiden und der Saal jubelte frenetisch. Mit „Time to say goodby“ überraschte Michelle glasklar und sauber bis zum höchsten Ton. „Bist du auf dem Weg zu Helene Fischer, oder ziehst du an ihr vorbei?“, fragte Moderator Andreas Wolff völlig begeistert.

Mit „Kalinka“ wurden die ins Träumen gekommenen Zuschauer gleich wieder auf das Parkett geholt, denn Irina Epinger holte neue Gäste auf das Parkett – und vor allem die in der Mitte stehenden Männer tanzten nach Anleitung von ihr zum Lied „Kalinka“, welches die Sängerinnen zusammen vortrugen. Auch hier war der kleine Colin nicht zu bremsen und zeigte den großen, wie typisch russisch getanzt wird.

Steffen Tietze aus Forst gönnte sich den bunten Musiknachmittag selbst. „Ich habe eine anstrengende Arbeit, und das ist ein schöner Ausklang für mich. Besonders die Kombination der beiden ist gut, gerade mit den Kindern“, schwärmte er. Auch Patricia Weise, Mutter eines mitsingenden Kindes, fand: „Die Mischung ist sehr schön.“ Auch sie würde sich, wie viele andere Gäste, eine Fortsetzung dieser Reihe wünschen.