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| 14:45 Uhr

Döbern
Klage gegen Wahl in Döbern-Land ist vom Tisch

Döbern. Überraschende Kehrtwende im drohenden Dauerstreit: Der unterlegener Bewerber um den Amtsdirektor-Posten in Döbern-Land hat seinen am Freitag angekündigten Einspruch zurückgezogen. Von Sven Hering

Kann unter die Wahl der neuen Amtsdirektorin in Döbern-Land jetzt ein Schlussstrich gezogen werden? Am Sonntag gab es jedenfalls eine überraschende Wende. So kündigte der unterlegene Bewerber Stephan Willerding aus Dessau an, das Ergebnis nun doch nicht vor Gericht anfechten zu wollen.

Nach einer Reihe von Telefonaten und diversen persönlichen Gesprächen sei er zu der Überzeugung gekommen, sein Ansinnen zurückzuziehen. Er sehe ansonsten die Gefahr, dass das Amt Döbern-Land durch einen langwierigen Rechtsstreit Schaden nehme, so der 54-jährige Verwaltungswissenschaftler und Lehrbeauftragte aus Dessau. In einer Presseerklärung formulierte er dennoch eine Bitte: „Die Homepage des Amtes und auch die als Download zur Verfügung stehende Bürgerbroschüre sind auf den aktuellen Stand zu bringen!" Das sei nicht nur gut für das Marketingimage des Amtes, sondern erleichtere auch den Start der neuen Amtsdirektorin in ihrer Arbeit. Der neuen Amtsdirektorin Anja Redlow wünschte er „viel Glück.“

Am Donnerstag war die 45-jährige Rechtsanwältin Anja Redlow aus Wiesengrund vom Amtsausschuss zur neuen Amtsdirektorin gewählt worden. Die Entscheidung fiel dabei bereits im ersten Wahlgang. Die Juristin hatte 12 Stimmen erhalten. Ihre Mitbewerber Detlev Kehl (3) und Stephan Willerding (1) konnten den Amtsausschuss nicht überzeugen.

Im vergangenen Jahr waren zwei Versuche, einen Amtsdirektor zu wählen, erfolglos geblieben.