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| 15:10 Uhr

Baustart noch in diesem Jahr
Geld ist da, Planung kann starten

 So sieht der Entwurf des Berliner Architekturbüros Leitplan für das Kinder- und Jugendzentrum aus (kleines Foto: aktuelle Ansicht).
So sieht der Entwurf des Berliner Architekturbüros Leitplan für das Kinder- und Jugendzentrum aus (kleines Foto: aktuelle Ansicht). FOTO: LEITPLAN GmbH
Stadt will Bauarbeiten am Kinder- und Jugendzentrum noch in diesem Jahr beginnen. Von Katrin Kunipatz

Baustart für das neue Kinder- und Jugendzentrum in der Gubener Straße 10 soll noch in diesem Jahr sein. Die Chancen, dass dieser Wunsch Wirklichkeit wird, stehen tatsächlich recht gut.

Der im Sommer 2018 gestellte Förderantrag wurde bereits im Dezember positiv bestätigt. Rund 1,5 Millionen Euro kann die Stadt Forst über das Landesprogramm „Investitionspaket Soziale Integration im Quartier“ erhalten. Es handle sich um eine 90-prozentige Förderung, so Verwaltungsvorstand Sven Zuber am Montag im Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales. Der Eigenanteil der Stadt Forst beläuft sich auf rund 165 000 Euro. Im Haushaltsplan hat Kämmerer Jens Handreck die Sanierung des ehemaligen Jugendclubhauses für die Jahre 2019 und 2020 eingeplant. Der Fördermittelgeber sieht dagegen eine Zuwendung des Geldes über einen Zeitraum bis 2022 vor. Im Finanzausschuss und zuvor im Bauausschuss gab es dazu bereits Kritik.

„Ich halte es nicht für zielführend, das Objekt mehrere Jahre in der Ausbauphase zu lassen“, sagte Andreas Landow (SPD) im Finanzausschuss. „Was hindert uns daran, das Objekt schnell instand zu setzen?“ Auch der Stadtverwaltung ist diese Streckung der Fördermittel über einen Zeitraum von fünf Jahren nicht recht. „Wir hatten eine Förderung für drei Jahre beantragt“, erklärt Angelika Geisler. Trotz telefonischer Rücksprachen sei das Landesamt aber nicht auf die Forster Wünsche eingegangen. Zu großer Widerspruch sei aber nicht möglich, da die Stadt auf die Gelder angewiesen ist. Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke: „Wir versuchen eine Lösung zu finden.“

Andere Bedenken äußern Doris Dreßler (Linke) und die sachkundige Einwohnerin Jutta Bandow. Sie befürchten, dass die Sanierung teurer wird als die im Moment angenommenen Kosten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro. Angelika Geisler entkräftet diese Sorgen. „Wir gehen davon aus, dass wir gut gerechnet haben.“ Die Fachbereichsleiterin verweist auf den kurzen Zeitraum zwischen der Antragstellung und der Zuweisung der Fördermittel. Baukostensteigerungen sollten sich deshalb weniger stark auswirken. Außerdem sei die Grobkostenschätzung von der Behörde geprüft worden, die über die Fördermittel entscheidet. Dieser Plausibilitätsüberprüfung liegen die aktuellen Baupreise zugrunde.

Letztlich stimmten drei der fünf Abgeordneten für die Vorlage. Zwei Enthaltungen gab es aus den Reihen der Linken. Die sachkundigen Einwohner gab mit vier Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen ebenfalls ihre Zustimmung. Die Planung für das neue Jugendzentrum kann aber erst fortgesetzt werden, wenn am 21. Februar der Hauptausschuss der Stadt Forst der Vorlage mehrheitlich zugestimmt hat.

Der Beschluss beinhaltet auch den Auftrag an die Bürgermeisterin, die aktuell bestehenden Mietverträge bis zum 31. August 2019 zu kündigen. Die Baufreiheit ist nötig, damit zügig in dem Gebäude gearbeitet werden kann. Nach der Sanierung wird vorerst für zehn Jahre der Nix-Verein Betreiber des Hauses sein. Der Verein und der Jugendbeirat waren bisher in die Erarbeitung des Projektes einbezogen worden und sollen auch während der Bauphase weiter informiert werden.

Geplant ist, das Gebäude mit Fassadendämmung, neuen Fenstern und Außentüren zu versehen. Das Dach soll mit Bitumschindeln neu gedeckt werden. Um die geforderte Barrierefreiheit zu erreichen, wird ein Aufzug an die zur Gubener Straße zeigende Giebelwand gebaut. Dort wird auch eine außenliegende Treppe installiert, die als zweiter Fluchtweg nötig ist. Erneuert werden außerdem Heizung, Elektroinstallation und Sanitäranlagen. In diesem Zusammenhang entsteht im Erdgeschoss eine behindertengerechte Toilette. Im Außengelände bleiben das Volleyballfeld und die Tischtennisplatten erhalten.