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| 15:12 Uhr

Neubau einer Turnhalle in Forst
Keune: Die letzte Wand wird zu Staub

  Die Junihitze und -trockenheit treibt den Staub weit in die Höhe - die letzte Wand der Turnhalle Keune ist am Mittwoch gefallen. 2020 soll der Neubau nutzbar sein.
Die Junihitze und -trockenheit treibt den Staub weit in die Höhe - die letzte Wand der Turnhalle Keune ist am Mittwoch gefallen. 2020 soll der Neubau nutzbar sein. FOTO: LR / Daniel Schauff
Forst. Der Neubau der Sporthalle in Keune schreitet voran. Bis zum nächsten Jahr soll sie nutzbar sein. Von Daniel Schauff

Es ist ein unbeabsichtigt riskanter Pressetermin, den die Forster Stadtverwaltung für den Mittwochmittag anberaumt hatte. Rund 33 Grad im Schatten, Staub legt sich ganz automatisch in die knochentrockene Luft, die Vertreter suchen den Schutz in dem wenigen Schatten, die die Baucontainer an der Triebeler Straße bieten, blicken gemeinsam mit den Gästen beim Termin auf die letzte noch verbliebene Mauer der ehemaligen Sporthalle Keune. Auf das Fundament eines Stalls war die einmal aufgebaut worden. Gleich, das haben die Arbeiter vorhin mitgeteilt, wird sie fallen, die letzte Mauer.

„Wir wollen keinen Verzug der Arbeiten für einen Pressetermin“, sagt Forsts Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) und gibt unumwunden zu: Dass Arbeiter einmal schneller seien als die Planung vorhersieht, habe sie am Mittwochmorgen durchaus überrascht.

Es ist kein Spatenstich, keine Grundsteinlegung, keine Freigabe der neuen Keuner Sporthalle, wozu die Stadt am heißen Mittwoch der Pfingstwoche geladen hat. Es ist „nur“ ein Zwischentermin. Noch rund ein Jahr wird es dauern, bis die Halle steht und nutzbar ist, sagt Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke. Ein weiteres Jahr wird es dauern, bis die Außenanlagen fertig sind. Trotzdem sei es der Stadt ein Anliegen, vor allem den Keunern zu zeigen: Hier passiert etwas, betont Bürgermeisterin Taubenek. Zumal lange nichts an der alten Halle passiert sei. Und allein die Heizungsanlage, betont Korittke, hätte eher musealen Charakter gehabt als modernen.

Die neue Halle, kündigt der Verwaltungsvorstand an, werde alle modernen Anforderungen auch im Hinblick auf den Klimaschutz erbringen. Eine Solaranlage auf dem Dach, eine Luftwärmepumpe als Heizung ...

Mehr als 2,6 Millionen Euro stecken in dem Projekt in Keune. Gut 1,3 Millionen davon kommen aus einem Sonderprogramm für die Schulinfrastruktur gemäß des brandenburgischen Kommunalinvestitionsförderungsgesetz.

33 mal 22 Meter groß wird die Turnhalle der Grundschule Keune künftig sein und nicht nur der Schule ihre Dienste erweisen. Auch das betont Bürgermeisterin Taubenek. Keune habe ein reiches Vereinsleben, und den Vereinen komme die Halle ebenso zugute.

Nicht gekommen zum Termin sind trotz Einladung die ersten Sportlehrer, die noch die alte Halle in den 60er-Jahren einweihen konnten. Zu groß sei die Emotion, zitiert die Bürgermeisterin aus der Entschuldigung. Immerhin stand das alte Gebäude mehr als 50 Jahre an seinem Platz gleich an der Triebeler Straße.

 So soll die neue Sporthalle aussehen.
So soll die neue Sporthalle aussehen. FOTO: LR / Daniel Schauff