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| 02:37 Uhr

Keine schnelle Lösung für Döberner Grundschule in Aussicht

Döbern/Forst. Im Fall der Pausenproblematik an der Döberner Mosaik-Grundschule wird es keine schnelle Lösung geben: Erst in dem Krisengespräch am 17. Februar sollen Schulleitung, Schulkonferenz und Kreisverwaltung miteinander beraten, da die Probleme an der Schule offenbar komplexer sind als gedacht. Steffi Ludwig

Das wurde im Kreisausschuss am Mittwochabend deutlich, bei dem auch wieder Vertreter der Döberner Grundschule dabei waren. Im Kreistag im Dezember hatten Eltern und Kinder auf die Pausenproblematik aufmerksam gemacht: Um die jetzt knappen Pausen für die Kinder etwas zu verlängern, hatte die Schulkonferenz entschieden, den Unterrichtsbeginn von 8.15 Uhr auf 8 Uhr vorzuverlegen - was bedeuten würde, den Busverkehr zu verändern. Allerdings sei nach Auskunft von Eva Szramek, Fachbereichsleiterin Schule und Kultur, der Landkreis als Träger der Schülerbeförderung erst danach informiert worden. Eine Prüfung durch den Landkreis in Zusammenarbeit mit dem Schulamt habe nun ergeben, dass die Pausenzeiten in Döbern gesetzeskonform sind - wenn auch knapp. 50 Minuten Pause, inklusive 15 Minuten Frühstückspause und 30 Minuten Mittagspause, würden den Grundschülern bei sechs Stunden zustehen. Und an der Döberner Grundschule gebe es laut Eva Szramek 10 Minuten Frühstückspause, 20 Minuten Hofpause (was in Summe die 15 Minuten Frühstückspause einhalte) und 30 Minuten Mittagspause - allerdings gebe es nach 25 Minuten ein Vorklingeln. Das Problem, das René Schiemenz von der Schulkonferenz noch einmal benennt: Unter anderem durch die Schließung der Grundschule Wadelsdorf essen nun mehr Schüler an der Mosaik-Grundschule, das Anstehen gehe von der Essenszeit ab, viele Schüler würden nicht schaffen aufzuessen.

"Wir wollen im Sinne der Schüler eine Lösung finden", so Eva Szramek, die zusagte, sich die Gegebenheiten vor Ort anzusehen und mit der Schulleitung zu sprechen.

Denn den Busverkehr wegen der verschobenen Viertelstunde umzustellen, würde nach einer ersten Schätzung einen Mehraufwand von 228 000 Euro pro Jahr für den Busbetreiber DB Regio Bus Ost bedeuten. Wie Finanzdezernent Carsten Billing (parteilos) bemerkte, sei das durch den Landkreis nicht zu finanzieren. Zudem sei Döbern ein wichtiger Umstiegspunkt für Linien nach Cottbus oder Spremberg, und die Zeit zwischen 7.30 und 8 Uhr sei eine Stoßzeit im ÖPNV, in der alle Busse und Busfahrer gebunden sind. "Eine schnelle Lösung im Busverkehr wird es nicht geben", so Billing.

Landrat Harald Altekrüger (CDU) rief alle beteiligten Mitarbeiter der Kreisverwaltung dennoch auf, eine Lösung im Sinne der Kinder zu finden. Er werde auch gern zusammenführend auftreten, so der Landrat. Döberns Bürgermeister Jörg Rakete (SPD) hofft, dass spätestens zum neuen Schuljahr eine Lösung gefunden ist und betonte die Wichtigkeit, einmal aufzustellen, wie viele Kinder mit dem Bus auf Haupt- und Nebenlinien fahren. Bildungsausschuss-Vorsitzender Andreas Petzold (SPD/L-U) forderte bis zum nächsten Bildungsausschuss am 3. März erste Ergebnisse.