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Keine neuen Wildschweine am Wasserwerk

Forst. Der rund um das Forster Wasserwerk angebrachte Elektrozaun erfüllt seinen Zweck. "Den Spuren nach zu urteilen, sind die zwei, drei oder vier Wildschweine, die gleich nach der Inbetriebnahme eingedrungen sind, noch auf dem Gelände", sagt Wolfgang Gäbler, Geschäftsführer der Stadtwerke Forst. kkz

Weitere Tiere seien aber nicht dazu gekommen. Den Jägern sei der Abschuss der Tiere bisher nicht gelungen, weil die Wildschweine sich nicht blicken lassen, wenn sie jemanden auf dem Gelände bemerken. Die nächste Bewährungsprobe für den Elektrozaun erwartet Wolfgang Gäbler nach der Ernte der Maisfelder. "Dann gehen die Schweine wieder auf die Suche nach einem ungestörten Aufenthaltsbereich." Den fanden sie in den vergangenen Jahren im Wald am Wasserwerk. Dank der Eichen auf dem Gelände fanden sie auch Nahrung. Um die Wirkung des Elektrozauns zu verbessern, soll in den nächsten Wochen noch ein Flatterband angebracht werden, damit die Tiere langsamer an den Zaun herangehen, so Geschäftsführer Gäbler.

Erfreut ist er, dass an dem neu angelegten kleinen Teich Spuren von Rehwild zusehen sind. Die Tiere haben also die neue Tränke gefunden und angenommen, schlussfolgert er. Damit sei die Wasserversorgung für die auf dem Gelände eingeschlossenen Wildtiere in trockenen Zeiten sichergestellt. Ein Elektrozaun um das Absetzbecken verhindert, dass Tiere beim Versuch Wasser zu trinken dort hineinfallen, nicht mehr herauskommen und ertrinken.

Bei beiden Elektrozäunen handelt es sich um eine einzelne Litze. Sie funktioniert wie ein Weidezaun. Die Stromimpulse verursachen bei Kontakt ein unangenehmes Kribbeln, sind aber ansonsten für Tier und Mensch unschädlich. Die Stadtwerke wollen so verhindern, dass Wildschweine auf das Gelände des Wasserwerks kommen. Sie durchwühlten den Wall, der den Frischwassertank schützt und im Sommer und Winter für gleichbleibende Temperaturen sorgt. Außerdem zerstörten sie den Zaun, sodass auch andere auf das Gelände mit den Tiefbrunnen gelangen könnten, so Wolfgang Gäbler.