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Kein Rekordjahr, Wetter am Ende sehr freundlich

Spree-Neiße. Im Grunde war das Wetter im letzten Monat des Jahres 2016 nicht unfreundlich. Auf Schnee warteten die Kinder zwar vergeblich, aber stabile Hochdrucklagen bescherten im Advent auch immer wieder sonnige Tage, wenn sich die graue Hochnebeldecke auflöste. Heido Briesemann/hib1

War der November 2016 schon recht sonnig, so legte die Dezembersonne noch einige Stunden drauf, die Planübererfüllung lag bei 130 Prozent!

Die Temperaturen sanken an 21 Tagen Nächten in den leichten Frostbereich um dann tagsüber wieder in den einstelligen Plusbereich zu steigen. Dabei blieb es oft windstill oder nur schwach windig.

Insgesamt lag das Monatsmittel bei 1,78 Grad Celsius, und somit um 0,5 Grad über dem durchschnittlichen Dezemberwert der letzten 30 Jahre.

Zu Weihnachten kam dann Tief "Barbara", und mit ihr das sogenannte "Weihnachtstauwetter". Es gab zwar mangels Schneedecke nichts zu tauen, aber es wurde milder, wie so oft in den letzten Jahren zu Weihnachten. An allen Weihnachtstagen regnete es mal mehr und mal weniger bei einem böigen Wind.

Somit erlebten wir im sechsten Jahr hintereinander wieder "grüne Weihnachten", wobei es nicht ganz so mild wurde wie 2015, als am 2. Weihnachtstag plus 15 Grad Celsius gemessen wurden.

Dennoch markierte auch 2016 der 26. Dezember mit 11,2 Grad den Monatshöchstwert. Am tiefsten sank die Temperatur in der Nacht zum 5. Dezember (- 8,6 Grad).

Der Niederschlag im Dezember fiel gänzlich als Regen, bis auf ein paar Flocken am 6. Dezember. Oft sprühte oder nieselte es aus dem Gewölk. In Summe kamen 61 Liter je Quadratmeter zusammen. Das Jahr verabschiedete sich mit viel Sonne und leichtem Frost in der Neujahrsnacht.

Schaltjahr war kein Kaltjahr

Das Schaltjahr 2016 war kein "Kaltjahr". Das Mittel der Temperaturen lag bei 10,35 Grad (Durchschnitt der letzten 15 Jahre: 10,72 Grad), wobei die Monate Juni und September als sehr warm und April und Oktober als sehr kühl in Erinnerung bleiben werden. Damit war Brandenburg hinter Berlin (10,45 Grad) das zweitwärmste Bundesland.

Bei den Maxima und Minima des Jahres gab es keine neuen Rekorde: 36,0 Grad am 25. Juni und minus 13,0 Grad am 4. Januar 2016.

Auch bei dem Niederschlag blieben die vergangenen zwölf Monate nur Durchschnitt: 672 Liter je Quadratmeter sind - statistisch gesehen - ein durchaus normaler Wert für die Lausitz.