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Kein Ende im Streit um eine Abwasserlösung für Waldsiedlung

Simmersdorf. Das Thema Abwasser schwappt erneut in die Tagesordnung der Gemeindevertreterversammlung Groß Schacksdorf-Simmersdorf. Denn die Frage der Abwasserentsorgung in der Waldsiedlung ist nach wie vor ungeklärt. B.M.

Die von der Unteren Wasserbehörde beim Landkreis Spree-Neiße erteilte vorläufige Genehmigung zur Einleitung der Abwässer in die marode Kläranlage läuft am 30. April ab. Die Eigentümer der Waldsiedlung lehnen die vom Spremberger Wasser- und Abwasserverband (SWAZ) verlangte Errichtung von mehr als 20 Kleinkläranlagen für die Siedlung mit 600 Wohnungen auf eigene Kosten ab und befinden sich dazu im Rechtsstreit mit dem Verband. Der SWAZ müsste im Zweifel das Abwasser aus der Waldsiedlung ab dem 30. April mit Tankwagen abfahren. Bei einem geschätzten Verbrauch von 100 Litern Wasser pro Person und Tag und 600 Einwohnern würde das täglich 456 Euro kosten oder 166 440 Euro pro Jahr. Bezahlen müsste es derjenige, der das Abwasser anfallen lässt, so der Verband. Bürgermeister Wolfgang Katzula hat nun erneut SWAZ-Verbandsvorsteher Bernd Schmied an den Tisch gebeten, um Informationen aus erster Hand zu geben. Die Gemeindevertretersitzung ist öffentlich. Sie findet am 14. April im Gemeindezentrum Simmersdorf statt. Beginn ist um 19 Uhr.