Der frühere Kaufhof-Geschäftsführer Kai Dierks hatte noch die Position vertreten, dass nur ein Magnet, der viele Konsumenten anlockt, eine Belebung der Cottbuser Innenstadt bringen könnte.
Doch jetzt legte die Kölner Kaufhof-Zentrale eine Stellungnahme vor: „Bei dem geplanten Einkaufszentrum sehen wir in der heutigen wirtschaftlich angespannten Lage und durch die enorme Flächenausweitung wirtschaftliche Interessen des bestehenden Einzelhandels und der Galeria Kaufhof ernsthaft berührt.“
Kaufhof-Geschäftsführerin Christine Rödiger fügte hinzu, zwischen den ursprünglichen ECE-Plänen und der heutigen Situation „sind ein paar Jahre vergangen.“ Zwischen ECE und Galeria Kaufhof habe es vertragliche Vereinbarungen gegeben. Daran hätte sich der Kaufhof gehalten, wenn das Projekt nicht über Jahre verzögert worden wäre.
Auf die Frage, ob unter den geänderten Bedingungen für den Kaufhof selbst der Standort Cottbus noch interessant genug sei, erklärte Christine Rödiger: „Wir haben einen bestehenden Mietvertrag. Was in zehn Jahren ist, kann heute keiner wissen.“ (ka)