Die Stadt Forst hat ein Problem. Trotz einer laut Statistik abnehmenden Kriminalität, gelinge es nicht, das Straßenbild zu verbessern. Das sagt Thomas Engwicht, Chef der Fraktion Gemeinsam für Forst in der Stadtverordnetenversammlung. Vielmehr scheine es so, so Engwicht weiter, dass die Zahl von illegalen Schmierereien, zerstörten Infotafeln, Ruhestörungen oder Müllablagerungen immer mehr zunehme. Das hatte auch Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) gegenüber der RUNDSCHAU erklärt. „Es ist ein absolut unbefriedigender Zustand“, sagte sie.

Gemeinsam für Forst startet deshalb eine Initiative. Demnach soll die Bürgermeisterin beauftragt werden, die Voraussetzungen für die Einführung von Sicherheitspartnerschaften zu schaffen. Grundlage soll ein Erlass des Innenministeriums aus dem Jahr 2017 bilden, der entsprechende Patenschaften ermöglicht. Zur nächsten Sitzung des Ausschuss für Finanzen, Ordnung und Sicherheit im April sollen Ansprechpartner in der Verwaltung benannt sein und Vorschläge für die Umsetzung vorgelegt werden, fordert die Fraktion.

Sicherheitspartner werden auf Vorschlag der Stadtverordnetenversammlung von der Polizeidirektion bestellt und führen diese ehrenamtliche Tätigkeit in Zusammenarbeit mit der Stadt- und gegebenenfalls Kreisverwaltung sowie den Polizeibehörden aus. Sicherheitspartner sind sozial engagierte Einwohner, die unbewaffnet und ohne hoheitliche Befugnisse für die örtliche Sicherheit tätig werden. Sie nehmen keine Aufgaben von Polizei oder Ordnungsamt wahr, sondern alarmieren als aufmerksame Nachbarn die Polizei oder die Behörden/Ämter, wenn sie zum Beispiel Straftaten beobachten.