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Kabarett wird zur Talente-Schmiede

Sprungbrett für Nachwuchs: Die Notendealer haben im vergangenen Jahr den Preis "Kleiner Kuckuck" gewonnen.
Sprungbrett für Nachwuchs: Die Notendealer haben im vergangenen Jahr den Preis "Kleiner Kuckuck" gewonnen. FOTO: Haß/tfs
Forst. Gerade ist auf der Jamnoer Kabarett-Bühne noch der erste "Goldene Kuckuck" vergeben worden, da nimmt der Freundeskreis gemeinsam mit der Kuckucks-Chefin ein neues Ziel in Angriff. Bei der "Heiteren Kuckucks-Premiere" soll überregional Talenten eine Plattform gegeben werden. Jan Selmons und Thoralf Haß

"Dadurch, dass der ,Goldene Kuckuck' alle zwei Jahre vergeben werden soll, suchten wir nach einem Programmhöhepunkt für die Jahre dazwischen", erklärt Kuckucks-Chefin Birgit Hendrischke den Grund für die neue Veranstaltungsreihe, die sie gemeinsam mit dem Freundeskreis des Kuckucks ausgeheckt hat. Weiterer Grund für die Idee: Die Kosten für die Kabarettveranstaltungen steigen. Unter anderem wegen immer höherer Gagenforderungen.

Warum also nicht einfach den Talenten eine Plattform geben? So entstand die Idee für die "Heitere Kuckucks Premiere" - einen überregionalen Talent-Wettbewerb. Allerdings geht es dabei nicht um Leute, die sich einfach hinstellen "und ein paar Witze erzählen", wie der Freundeskreis klarstellt, sondern um echte Talente, wie sie jeder aus dem eigenen Freundeskreis kennt.

"Gesucht werden Nachwuchstalente aus den Genres Kabarett, Improvisation, Comedy-Magie/-Zauberei, Poetry Slam, Musik-Kabarett, Pantomime, Parodie, Imitation und humorvolle Kleinkunst wie Puppenspiel, Burleske, Travestie, Bauchreden", heißt es in der Ausschreibung zum Wettbewerb.

Bewerben können sich laut Kuckuck Amateur-Künstler mit wenig oder gar keiner Auftrittserfahrung oder Künstlergruppen bis Quartett-Größe. Dabei distanziert sich Birgit Hendrischke von Casting-Formaten, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. "Wir casten niemanden für irgendein Format", sagt die Kuckucks-Chefin. Bewerber sollen nicht vorgeführt werden. Wer nach Ansicht der Jury nicht unterhaltsam ist, werde gar nicht erst zu den Vorausscheiden eingeladen, so Hendrischke.

Bis zum 30. April können sich Teilnehmer für den Wettbewerb anmelden.

In zwei Vorausscheiden am 4. und 11. Juni jeweils 20 Uhr werden von einer Jury jene Teilnehmer ermittelt, die am 17. August zum großen Finale antreten dürfen.

Der Sieger erhält einen garantierten Programmplatz innnerhalb der "Langen Nacht des Kabaretts" oder der "Preisverleihung Goldener Kuckuck" und darf sich dort als Nachwuchs-Talent präsentieren.

Mehr Infos:

www.heiterer-kuckuck.de.vu

Schritt für Schritt entwickelt sich ein Forster Ortsteil zu einer Kabarett-Hochburg. Bereits im vergangenen Jahr hat die kleine Bühne des Kuckucks in Groß Jamno mit der Vergabe des Kabarett-Preises "Goldener Kuckuck" für Aufsehen gesorgt. Nun macht der Freundeskreis der Bühne den nächsten Schritt und will den Nachwuchs fördern. Das ist nur konsequent. Denn es gibt nicht so viele Möglichkeiten für junge Talente, sich im humoristischen Fach zu beweisen. Der gute Ruf, den sich der Kuckuck in den vergangenen Jahren erarbeitet hat, dürfte dabei von Nutzen sein. Denn die Bühne ist inzwischen über die Lausitzer Grenzen hinaus bekannt. Es wird sicher spannend zu sehen, wer sich demnächst in Jamno bewerben wird.

Zum Thema:
Für die Bewerbung ist laut Veranstalter ein vollständig ausgefüllter und unterschriebener Bewerbungsbogen mit kurzer Beschreibung des Programms nötig. Dazu kommen zwei bis drei Fotos und ein Demovideo auf DVD möglichst mit ganzen Nummern.Bewerbungen an: "Zum Kuckuck", Frau Birgit HendrischkeKennwort: Heitere Kuckucks-PremiereGroß Jamno, Jether Weg 303149 Forst (Lausitz)