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| 16:22 Uhr

Landgericht Cottbus
Forster wegen Kindesmissbrauchs zu fünf Jahren Haft verurteilt

 Am Dienstag wurde das Urteil gegen den Mann aus Forst gesprochen.
Am Dienstag wurde das Urteil gegen den Mann aus Forst gesprochen. FOTO: LR / Jan Augustin
Forst/Cottbus. Zwei Mädchen und ein Junge im Grundschulalter mussten unter den Übergriffen eines Mannes aus Forst leiden. Nun ist er wegen Kindesmissbrauchs und Vergewaltigung verurteilt worden.

Der Angeklagte wird in Handschellen in den Gerichtssaal geführt. Er sitzt seit August in Untersuchungshaft: Im Sommer 2018 hat Frank S. einen kleinen Jungen am Ufer der Neiße erst bedrängt, anschließend versuchte er, den Grundschüler sexuell zu missbrauchen.

Das Landgericht Cottbus sieht als erwiesen an, dass die Schilderung des kleinen Jungen zutrifft: Nachdem er sich aus den Umarmungen des Betrunkenen hatte befreien können, hatte er seiner Mutter erzählt, was geschehen war. Frank S. hatte ihn nach dem Baden festgehalten, ausgezogen und unsittlich berührt.

Im Laufe der gerichtlichen Untersuchungen stellte sich heraus, dass Frank S. schon früher sexuell übergriffig geworden war. Seine Opfer: die Töchter einer Bekannten in Forst. Beide Mädchen waren damals im Grundschulalter. 2002 war er dem einen Mädchen ins Kinderzimmer gefolgt, hat sie vergewaltigt. Die Schwester hatte er nach dem Duschen abgepasst, sie auf die Couch gezwungen und dort ebenfalls missbraucht.

Richter Christian Fisch erklärte am Dienstag in seiner Urteilsbegründung, dass alle Schilderungen der Kinder glaubwürdig gewesen seien. „Die Schwestern haben die Taten verkraftet, eines der Mädchen hatte auch nach der Tat noch Kontakt zum Angeklagten.“ Der Junge, der an der Neiße zum Opfer geworden war, leidet bin heute.

Frank S. war bei seinen Taten betrunken, ist alkoholkrank. Deshalb muss er zunächst zwei Jahre in Maßregelvollzug zur Entziehung. Danach entscheidet das Gericht, wie viel er von seiner Strafe – insgesamt fünf Jahre und zwei Monate – verbüßen muss. Eine Revision ist möglich.

(hil)