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| 02:35 Uhr

Jugend will ernst genommen werden

Wollen mehr Angebote für junge Leute: Kinder- und Jugendbeiratsmitglieder Marvin Ram, Alexa Krüger und Alina Otto (v.l.).
Wollen mehr Angebote für junge Leute: Kinder- und Jugendbeiratsmitglieder Marvin Ram, Alexa Krüger und Alina Otto (v.l.). FOTO: mj1
Forst. Konkrete Ziele und Wünsche hat der Kinder- und Jugendbeirat von Forst bereits im Block. Gerade erst gegründet, geht es in den nächsten Monaten an die politische Arbeit. Die RUNDSCHAU sprach mit den Mitgliedern beim Tag der offenen Tür im Forster Gymnasium. Margit Jahn / mj1

Der neue Kinder-und Jugendbeirat der Stadt Forst hat sich in den vergangenen Wochen am Gymnasium gegründet. Die Mitglieder Alexa Krüger und Alina Otto haben der RUNDSCHAU anlässlich des Tages der offenen Tür am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium einige Fragen zum neuen Gremium beantwortet.

Auf die Frage nach ihren Zielen sagten sie, dass sie sich dafür einsetzen wollen, dass der Park 7 nicht geschlossen wird. Er sei ein zentraler Treffpunkt für Jugendliche, wo man etwa auch Proberäume für Musikbands nutzen könne.

Ein weiteres Ziel ist, das Schülerfreizeitzentrum (SFZ) mit Hilfe von Spendengeldern, aber auch mit viel Eigeninitiative und Fremdhilfe wieder ansehnlicher zu machen. Der nicht sehr gepflegte Zustand der ansonsten sehr gut angenommenen Einrichtung solle wieder gemütlicher und nutzbarer gemacht werden, so die beiden Beiratsmitglieder

Einen attraktiven, fest installierten Skaterpark für Forst wünschen sie sich ebenfalls. Dabei gehen die Vorstellungen dahin, dass man eine geeignete Stelle des weiträumigen Geländes um das Stadion herum finden könne. Im Dezember stellte sich der Beirat den Stadtverordneten vor. Vielleicht finde man gemeinsam eine gute Lösung für den dringenden Wunsch eines attraktiven Freizeitplatzes, sagten Alexa Krüger und Alina Otto.

Generell mehr Freizeitmöglichkeiten, aber auch Feierräume für zwölf- bis 15-jährige Jugendliche zu schaffen, stehe ganz oben auf ihrer Wunsch- und Vorhabenliste. Im Mai wird der Beirat legitimiert, weitere Sitzungen stehen an.

Derzeit treffen sich die Beiratsmitglieder einmal monatlich in der Schule. Weiterhin wollen sie in die Fraktionen gehen und um Unterstützung für ihre Vorhaben werben. Einen guten Kontakt pflegen sie zum Forster Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD), berichten sie, aber auch viele andere Sozialpädagogen wie Bernd Höer, Kersten Kubisch, oder Daniel Nothnick vom Nix-Verein hätten stets ein offenes Ohr für sie. Ihr besonderer Wunsch ist, dass sie als neuer Jugendbeirat "ernst genommen werden".

Vier Stunden Schulinfos

Vier Stunden lang informierte das Jahngymnasium beim Tag der offenen Tür über die schulischen Angebote und Möglichkeiten. Über eine Woche lang hatten die Schüler fleißig geprobt und liebevoll vorbereitet. Die neugierigen Gäste und zukünftigen Schüler konnten so erste kleine Einblicke in die schulische Arbeit bekommen. Nachdem man sich im Eingangsbereich mit Flugblättern einen Überblick des Tagesgeschehens machen konnte, wurde man musikalisch in der zweiten Etage begrüßt.

Die Instrumentalisten der Jahrgangsstufe sieben und elf gaben ein flottes musikalisches Ständchen mit Bläsern und mit Schlaginstrumenten. Jessica Schendel, Florian Marko, Piper Biesenthal, als auch Clara Tabea Lehmann mit ihrer Querflöte als vier ehemalige Mitglieder unterstützten das Projekt. Ein leckerer Waffelduft begrüßte die interessierten Gäste in einem weiteren Raum. Dort war auch ein keines Quiz aufgebaut. Man konnte Zettel mit Würfelzuckerstückchenangaben verschiedenen Getränken und Speisen zuordnen. Viele der Teilnehmer lagen beim Schätzen deutlich daneben.

In einem anderen Raum wurden französische Küche und Kultur für Leib und Seele angeboten. Auch die Technikfreunde wurden mit verschiedenen Experimenten gut bedient. Überhaupt hatten die Besucher Mühe, diese breit gefächerte Fülle an Angeboten quer über alle vier Etagen zu nutzen.

In der großen Aula gab es Max und Moritz vom Fremdsprachenensemble in sieben verschiedenen Sprachen in verschiedenen Episoden zu erleben.

"Über den Wolken" erklang unter anderem vom Projektchor von der dritten Etage durch den Hausflur.