| 14:31 Uhr

Jubiläums-Jugendlager der Feuerwehren in Forst

Das Küchenteam um Birgit Göldner (5.v.l.) unterbrach kurz die Mittagsvorbereitung für ein Erinnerungsfoto mit Lagerleiter Christian Rösiger (3.v.l.)
Das Küchenteam um Birgit Göldner (5.v.l.) unterbrach kurz die Mittagsvorbereitung für ein Erinnerungsfoto mit Lagerleiter Christian Rösiger (3.v.l.) FOTO: Michael Leske
Forst. Zum 20. Mal fand an diesem Pfingstwochenende das Kreisjugendlager der Jugendfeuerwehren des Landkreises Spree-Neiße statt. Von Freitag bis Montag trafen sich 410 Teilnehmer aus dem Landkreis sowie von zwei Partnerwehren aus Polen in der Rosenstadt. Michael Leske

Die weiteste Anreise hatten Gäste aus Giesen bei Hildesheim. "Das ist neuer Teilnehmerrekord", freute sich Kreisjugendfeuerwehrwart Christian Rösiger (32). Er ist selbst aktiver Feuerwehrmann bei der freiwilligen Feuerwehr Spremberg, 1. Hauptlöschmeister und Gruppenführer. In Forst hatte er als Lagerleiter den Hut, bzw. den Helm auf. Bereits zum zweiten Mal kamen die Jugendfeuerwehren nach Forst und schlugen ihre Zelte auf dem Sportplatzgelände des TV 1861 am Rosengarten auf. "Die Bedingungen sind hier optimal", erklärte Rösiger. Er lobte den Verein und die Top-Anlage, angefangen vom Gelände bis zu den sanitären Einrichtungen. "Mit der wachsenden Anzahl von Teilnehmern wurde es immer schwieriger, einen geeigneten Platz zu finden". Für die Unterkunft sorgten die Wehren selbst, sie brachten ihre Zelte mit und von der Stadt wurde eine flexible Baustromversorgung für die Zelte bereitgestellt. Der Verein ist für die Forster Feuerwehr etwas besonderes: Ursprünglich ging aus dem Turnverein die Turnerfeuerwehr hervor. Klaus Selling, 1. Vorsitzender des TV1861, freute sich. "Wir begrüßen die Kooperation mit der Feuerwehr", sagte er, "es ist ja schon das zweite Mal dass sie bei uns sind und wir würden uns freuen, wenn die Jugendfeuerwehr wiederkommt. Platz haben wir genug. Es ist schön, dass die Jugend so für das Ehrenamt begeistert wird." Selling betonte, dass durch solche Aktivitäten darüber hinaus das Areal zwischen Rosengarten, Freibad, Jugenddorf und der Sportanlage belebt werde. "Wir möchten auch weiterhin unser Gelände für vielfältige Freizeitaktivitäten bereitstellen", erklärte er abschließend.

Die Veranstaltung Kreisjugendlager ist inzwischen erwachsen geworden. 1998 zelteten 75 Teilnehmer auf dem Schulhof in Haidemühl, im vergangenen Jahr in Neuendorf waren es bereits 370 Teilnehmer und zum Jubiläumslager 2017 hatten 430 gemeldet. "Bei etwa 500 Teilnehmern ist Schluss", sagte der Kreisjugendfeuerwehrwart. "Da stoßen wir an unsere Grenzen". Teilnehmen können Kinder und Jugendliche von zehn bis 18 Jahren. Der älteste "Jugendliche" in Forst ist 58; der Jugendwart aus Burg von der Ortsfeuerwehr Schmogrow. "Es ist eine ganz tolle Veranstaltung für die Jugendlichen, es entstehen viele neue Eindrücke und Freundschaften. Sinn ist vor allem, die vielen Aspekte der Jugendfeuerwehrarbeit abzudecken", erklärte Rösiger. "Hier wird auch Ausbildung durchgeführt, die Teilnehmer können die Prüfung ablegen für die Jugendflamme Stufe I und II.

Die Veranstaltung wurde am Freitagabend mit zahlreichen Ehrengästen, darunter der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke (SPD), und viel Feuerwehrprominenz eröffnet. Dabei sind alle Jugendfeuerwehren des Landkreises außer Schenkendöbern, das Jugend-Rot-Kreuz aus Guben, die Rettungshundestaffel des DRK Forst sowie die Schnelleinsatzgruppen (SEG) des DRK Spremberg und Guben. Finanziert wurde das Kreisjugendlager vom Landkreis, dem Kreisfeuerwehrverband Spree-Neiße und der Euroregion Spree-Neiße-Bober - Gesamtkosten rund 25.000 Euro.

Auf dem Programm standen Workshops, sportliche Wettkämpfe, eine Lagerolympiade und Ausflüge ins Freibad oder in die Stadt. Innerhalb des Jugendlagers fand noch ein deutsch-polnisches Begegnungsprojekt mit 65 Teilnehmern statt. Interessante Vorführungen gab es am Samstag. Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Forst zeigten ein ABC-Übungstraining, eine extreme Herausforderung für die Kameraden bei fast 30 Grad Außentemperatur unter Vollschutz. Weiterhin zeigte die Verkehrswacht Cottbus ihren Überschlagssimulator und die Rettungshundestaffel des DRK stellte sich vor. Sieger der Lagerolympiade wurde die erste Mannschaft der Jugend-Ortsfeuerwehr Forst (Lausitz) vor Forst II. Und den Gästen aus Giesen.