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Jobcenter bringt mehr Menschen in Arbeit

Spree-Neiße. Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt spielt auch dem Jobcenter Spree-Neiße in die Hände. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es im gesamten ersten Quartal 2017 rund 1000 weniger Leistungsberechtigten nach SGB II. kkz

Im April 2017 waren 11,2 Prozent der Null- bis 65-Jährigen auf Sozialhilfe angewiesen. Im Vorjahr lag der Wert im April noch bei 12,2 Prozent. Entsprechend sank auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften auf 5887 im April 2017. Das sind rund 700 weniger als noch vor einem Jahr.

Hält dieser Trend im Gesamtjahr an, erwartet Dezernent Carsten Billing, dass der Landkreis Spree-Neiße rund 2,5 Millionen Euro weniger Ausgaben in diesem Bereich hat als geplant. Rechnet man die daraus folgende geringere Erstattung durch den Bund ab, würden im Kreishaushalt immer noch 1,5 Millionen Euro weniger Zuschüsse des Landkreises an das Jobcenter wegfallen. Für Andreas Chrobot (CDU) ergab sich im Eigenbetriebsausschuss deshalb die Frage, ob dann noch so viel Personal im Jobcenter gebraucht werde. Billing als amtierender Werkleiter des Jobcenters verweist darauf, dass man sich aufgrund der abnehmenden Fallzahlen bereits an einigen Standorten gegen eine Nachbesetzung frei werdender Stellen entschieden habe. Dies treffe vor allem auf den Leistungsbereich zu.

Aus den Eckwerten des Jobcenters Spree-Neiße geht hervor, dass bis Ende April dieses Jahres bereits 507 Personen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt wurden. "Andererseits wird es für die verbliebenen Kunden immer schwieriger, sozialversicherungspflichtige Jobs zu finden", erklärt Carsten Billing. Grund seien die unterschiedlichen Vermittlungshemmnisse bei diesen Menschen. So gibt es unter den anerkannten Flüchtlingen Analphabeten, die aus diesem Grund Integrationskurse nicht erfolgreich abschließen können. Andere Vermittlungshemmnisse sind Suchtprobleme, fehlende soziale Kompetenzen oder Schwierigkeiten im familiären Umfeld.