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Jede Menge Raritäten zum Wolfshainer Ostblocktreffen

Tolle Fahrzeuge – vor allem Oldtimer wie dieser Wartburg – aber auch Fahrräder und Mopeds waren am Samstag auf dem Wolfshainer Festplatz zu sehen.
Tolle Fahrzeuge – vor allem Oldtimer wie dieser Wartburg – aber auch Fahrräder und Mopeds waren am Samstag auf dem Wolfshainer Festplatz zu sehen. FOTO: mat
Wolfshain. Hunderte Besucher kamen um Mifa-Fahrräder, NVA-Fahrzeuge, Oldtimer, Mopeds und das oder andere Liebhaberstück zu bestaunen. Martina Arlt / mat

Hunderte Besucher pilgerten am Samstag zum großen Ostblocktreffen nach Wolfshain. Dieses legendäre Treffen mit Teilemarkt ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und fand nun in der fünften Auflage statt. Auf dem großen Festplatz, der sich direkt an der B 156 zwischen Spremberg und Bad Muskau befand, funkelten die aufgemotzten technischen Raritäten. Wohin das Auge schaute, waren hunderte aufpolierte Gefährte auf einer Fläche von mehr als vier Hektar zu entdecken. Es kamen Pkw, Zweiräder und Nutzfahrzeuge zur Ausstellung, die aus dem Zeitraum zwischen 1949 und 1989 stammen.

Ob Mifa-Fahrräder, NVA-Fahrzeuge oder jede Menge private Liebhaberstücke, die Fahrzeuge fanden bei den Besuchern ein großes Interesse. Die Teilnehmer reisten beispielsweise aus Weißwasser, Senftenberg, Spremberg, Leipzig, Berlin, Märkisch-Oderland, Görlitz, Löbau, Zittau, Hannover, Kerkwitz und Schenkdöbern, an. Bernd Ehrenberger und Holger Thürasch zeigten sich im Volkspolizei-Outfit und begrüßten die Besucher gleich am Eingang auf das Herzlichste. Gern waren sie auch ein besonderes Fotomotiv, das die Besucher gern mit ihrem Handy festhielten.

Besonders am Samstagvormittag trafen die Liebhaber der historischen Fahrzeuge in Wolfshain nach und nach ein. Sogar die Kameraden aus Sielow trafen mit ihrer "Feierwehr" auf dem Festplatz ein. Doch schon am Donnerstag gehörte ein Ehepaar aus Löbau zu den ersten Gästen, die mit Trabi und Wohnwagen anreisten. Zu dem wohl ältesten Ehepaar der Teilnehmer gehörten Renate (85) und Klaus Schlammer (86) aus Krauschwitz, die sich mit ihrer besonderen Rarität, mit einem schwarzen Volkswagen, Baujahr 1957/58, auf den Weg nach Wolfshain machten. Diese Form des Autos war für die damalige Zeit schon weltbewegend.

"Kommandant" Keks und "Co-Kommandant" André vom Dorf- und Jugendclub Wolfshain hatten am Samstag das Sagen. Sie waren mit ihren hellgrünen Westen nicht zu übersehen. Der 35-jährige André Kriedel, der als zweiter Vorsitzender im Verein wirkt, baute in seiner Werkstatt sehr interessante Pokale für das Event. Diese neun Pokale wurden meist kreativ mit Fahrzeugteilen gestaltet, wie beispielsweise ein Zylinder, eine Kupplung oder ein Vergaser. Denn die schönsten und wertvollsten Fahrzeuge wurden in den drei Kategorien bewertet. Auch das Spinnballett vom Tschernitzer Karnevalsverein mit seiner DDR-Modenschau war auf jeden Fall etwas fürs Auge.

Wer Lust und Laune hatte, reihte sich am Nachmittag in die Kolonne ein, die eine 25 Kilometer lange Ausfahrt startete. Die Strecke ging von Wolfshain über Reuthen, Bohsdorf/Vorwerk, Döbern, Tschernitz und nach Wolfshain zurück. Auch die große Ostblock-Tombola fand große Resonanz unter den Gästen.

Mehr als 50 Helfer waren in Wolfshain im Einsatz, um dieses Fest zu einem Erlebnis für alle Besucher werden zu lassen. Für das leibliche Wohl sorgte Jutta Ullmann mit einer leckeren Erbsensuppe aus der Gulaschkanone sowie Raik Jank mit Kesselgulasch. Am Samstagabend lud dann DJ Paul zu einem gemütlichen Tanzabend ein. Schon jetzt können sich die Fahrzeugliebhaber auf eine Neuauflage im kommenden Jahr in Wolfshain freuen. Weitere Informationen zum Ostblocktreffen, zu Aktivitäten und kulturellen Höhepunkten des Dorf- und Jugendclubs Wolfshain, der sich 2014 neu formierte, gibt es unter:

www.ostblocktreffen.de