Wer hätte nach dem milden Dezember gedacht, dass der Winter bereits in den ersten Januartagen mit strengem Frost und Schnee überraschen würde?

Nach einer kurzen Milderung mit Glätte und nasskaltem Wetter verstärkte sich ab dem 15. Januar wieder das Hochdruckwetter und die Frostluft kam zurück. Hoch "Benno" bescherte der Lausitz eine schöne Winterwoche, einzelne Schneeschauer wechselten mit sonnigen Abschnitten, die Höchstwerte lagen ganztägig unter der Null-Grad-Marke. Insgesamt wurden im Januar 20 Frost-und 10 Eistage gezählt.

So überraschend wie der Winter Anfang Januar kam, so schnell war er auch wieder verschwunden, denn nach ganztägigem Schneefall am 23. Januar kam nachts Regen auf, und mit ihm auch sehr milde Luft. Zwei Tage später war die weiße Pracht verschwunden und die Höchstwerte lagen bei über 10 Grad Celsius.

Bis zum Januarende gab es dann auch keine Frosttage mehr. Der Temperaturdurchschnitt des Monats lag trotz des Winterintermezzos mit minus 0,31 Grad nur um 0,6 Grad unter dem statistischen Mittel der letzten 30 Jahre.

Wie auch 2015 war der Januar 2016 recht feucht und somit sonnenarm. Messbarer Niederschlag fiel an insgesamt 20 Tagen, davon an elf Tagen als Schnee oder Graupel. Insgesamt wurden 61 Liter pro Quadratmeter gemessen (langjähriges Mittel: 40 Liter). Erste Schneeglöckchen trauten sich in den zurückliegenden Tagen ans fahle Sonnenlicht, gelb leuchten einzelne Winterlinge. Ansonsten herrscht noch Ruhe in der Vegetation.